Jäger bringen Blomberger Ratsmitgliedern ein Protestständchen

Marianne Schwarzer

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Ungewohnte Töne: Die heimischen Jäger, unterstützt von Jagdfreunden aus Nordlippe, bereiteten den Ratsmitgliedern vor dem Rathaus einen Empfang, um gegen das neue Jagdgesetz zu protestieren und die Lokalpolitiker einzustimmen. - © Schwarzer
Ungewohnte Töne: Die heimischen Jäger, unterstützt von Jagdfreunden aus Nordlippe, bereiteten den Ratsmitgliedern vor dem Rathaus einen Empfang, um gegen das neue Jagdgesetz zu protestieren und die Lokalpolitiker einzustimmen. (© Schwarzer)

Blomberg. Heimische Jäger haben am Mittwoch den Politikern vor Beginn der Ratssitzung einen Empfang auf dem Marktplatz beschert. Mit Jagdhornbläsern, Schildern und Flugblättern wollten sie die Ratsmitglieder für ihren Protest gegen die geplante Novelle des Landesjagdgesetzes sensibilisieren.

Falk Trompeter (2. von links) von der Vereinigung „Für Jagd“ denkt schon an den nächsten Schritt: die mögliche Einführung der Jagdsteuer im Zuge der Novelle. Die würde zwar der Kreis erheben, aber da hätten die Lokalpolitiker über ihre Kreisdelegierten ein Wörtchen mitzureden: „Wenn das so käme, würden wir unsere Ordnungspartnerschaft kündigen“, sagte Trompeter. Dazu gehöre, dass die Jägerschaft 24 Stunden auf Abruf stünde, um Fallwild einzusammeln. „Wenn wir das nicht mehr machen, würde das für die Stadt deutlich teurer, als eine Besteuerung einbringen würde“, betont Trompeter.

Angesichts des Nieselregens kam allerdings keine Diskussion zustande: Die Politiker nahmen den Protest lediglich zur Kenntnis.

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