Augustdorf. Nicht nur baulich wurden und werden die Schulen der Gemeinde Augustdorf derzeit aufgewertet, auch digital soll es nun vorangehen. Dazu haben Kai-Timo Wilke, Geschäftsführer des Unternehmens Sewikom, und Bürgermeister Thomas Katzer am Mittwoch einen Vertrag zum Breitbandausbau an den Bildungseinrichtungen der Sennegemeinde geschlossen. Die Maßnahme kostest rund 30.000 Euro. Davon kommen 60 Prozent aus Fördermitteln vom Bund und 40 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen. Katzer sagte: „Ich freue mich sehr, dass wir nun gigabitfähiges Breitband für alle drei Schulen bereitgestellt bekommen." Dazu werden laut Kämmerer Patrick Herrmann 548 Meter sogenannte Leerrohre in etwa 60 Zentimetern Tiefe verlegt. Insgesamt zwölf werden in so einem Strang wie auf dem Foto zusammengefasst, erklärte Wilke. Mehr als 200 Glasfaserstränge würden dort jeweils reinpassen. „Wir stellen den Schulverwaltungen damit mindestens 30 Gigabit zur Verfügung. Jeder Klassenraum kann bis zu 10 Gigabit erreichen", erklärte der Sewikom-Geschäftsführer. Das Besondere: Die Übertragungsraten gelten sowohl für Download als auch Upload. In Privathaushalten gibt es hier häufig eine hohe Diskrepanz. Herrmann verdeutlichte: „Wir brauchen aber auch hohe Upload-Geschwindigkeiten, um die Materialien auf den Schulservern zur Verfügung zu stellen." Besonders jetzt im Home-Schooling während der Corona-Pandemie werde das deutlich. Wilke zeigte sich überzeugt: „Die digitalen Anforderungen an Schulen werden sich erhöhen. Die Pandemie hat dabei vieles vorangebracht, was in den Jahren zuvor zu wenig beachtet worden ist. " Heiko Kapelle, zuständig für die IT der Gemeinde Augustdorf, sagte: „Bislang haben wir 50 bis 100 Megabit in den Schulen. Der Upload ist deutlich geringer. Daher ist es gut, dass die Bandbreite künftig synchron ist."Ziel ist es, die Arbeiten bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen zu haben, so dass für das kommende Schuljahr alles fertig ist. „Wir hoffen natürlich alle, dass der Unterricht dann wieder in Präsenz stattfinden kann, damit die neu angeschafften Tablets, Smartboards und das ausgebaute WLAN auch genutzt werden können", sagte Herrmann.