Salzufler SPD stellt sich gegen geplante ICE-Neubautrasse

Alexandra Schaller

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Die Bundesregierung plant eine ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Bielefeld und Hannover. Das Vorhaben könnte auch Kalletal und Bad Salzuflen betreffen. - © Symbolbild: Pixabay
Die Bundesregierung plant eine ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Bielefeld und Hannover. Das Vorhaben könnte auch Kalletal und Bad Salzuflen betreffen. (© Symbolbild: Pixabay)

Bad Salzuflen. Die Sozialdemokraten in der Kurstadt kritisieren die Option, eine ICE-Neubaustrecke über Bad Salzufler Gebiet zu führen, um die Knotenpunkte Bielefeld – Hannover in 31 Minuten Fahrzeit zu verbinden.

In einer Pressemitteilung stellt der stellvertretende Vorsitzende Clemens Welslau die Verhältnismäßigkeit von Kosten und Nutzen der Verbindung infrage. Insbesondere die möglichen Großbrücken in Lockhausen über die A 2, in Ahmsen über die B 239 und die Werreauen sowie ein Tunnel durch den Obernberg lösen bei den Sozialdemokraten nach eigenen Angaben Kopfschütteln aus. Die Bürgerinnen und Bürger in Lockhausen seien bereits jetzt übermäßig durch Verkehr und Lärm belastet.

Hier könnte laut einem vom Bund bestellten Gutachten eine Neubau-Trasse über Bad Salzufler Gebiet verlaufen. - © Geobasis.NRW/Mediawerkstatt
Hier könnte laut einem vom Bund bestellten Gutachten eine Neubau-Trasse über Bad Salzufler Gebiet verlaufen. (© Geobasis.NRW/Mediawerkstatt)

Auch die Wirtschaftlichkeit von 5 bis 6 Milliarden Euro für eine Fahrzeitverkürzung von 17 Minuten sei nicht nachvollziehbar. Die SPD fordert daher, vorrangig den Ausbau der Bestandsstrecke zu prüfen, der deutlich kostengünstiger sei.

Stadtgespräch per "Zoom"

Zum Thema „Mit Tempo 300 durch Bad Salzuflen?!" lädt die SPD am Donnerstag, 11. März, um 19 Uhr zum Stadtgespräch per Zoom. Mit dabei sind Jürgen Berghahn (MdL), Ellen Stock (MdL) und Vertreter der Bürgerinitiative „WiduLand". Anmeldung hierfür per Mail an birgit.scheltmann@onlinehome.de oder unter Tel.: (05222) 983202.

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