Bad Salzuflen. Nachdem sich Lenn Schomeier (12) vom Salzufler Rudolph-Brandes-Gymnasium bereit im Februar beim Regionalwettbewerb Herford von „Jugend forscht" den Sieg im Bereich Biologie in der Sparte „Schüler experimentieren" sichern konnte (wir berichteten), hat er es jetzt erneut aufs Siegertreppchen geschafft. Beim Landeswettbewerb, der Anfang Mai stattfand, konnte er sich nun den dritten Platz sichern. Den Erfolg hat ihm sein Projekt eingebracht, bei dem er sich – inspiriert von Forschungsprojekten der Universität Tübingen zu „Pawlowschen Pflanzen" – mit Mimosen auseinandergesetzt hat und herausfinden wollte, ob Pflanzen sozial lernen können. Er brachte drei Pflanzen bei, blaues Licht mit einem Berührungsreiz zu verbinden. Später reichte dann schon ein Lichtreiz, um das komplexe Einklappen der Fiederblättchen hervorzurufen, schreibt Regionalwettbewerbsleiterin Dr. Gudrun Meya. „Ich sehe Pflanzen jetzt mit ganz anderen Augen" Zudem habe Lenn Gewöhnungseffekte und eine Weitergabe des „Gelernten" innerhalb der Pflanzen beobachten können. Die Jury auf Regionalwettbewerbsebene begründet ihre Entscheidung wie folgt: „Seine Begeisterung für die Leistungen der Pflanzen, sein engagierte Vortrag und seine sorgfältig angelegten Versuchsreihen haben die Jury überzeugt." Lenn selbst habe das Projekt viel Spaß gemacht, erzählte er nach seinem Sieg im Februar. „Ich sehe Pflanzen jetzt mit ganz anderen Augen. Sie sind lebendige Wesen." Im nächsten Jahr wolle der Nachwuchswissenschaftler auf jeden Fall erneut am Wettbewerb „Jugend forscht" teilnehmen.