Stressresistente Bäume für den Salzufler Kurpark

Thomas Reineke

  • 0
Der Baumbestand ist ein Aushängeschild des mehr als 100 Jahre alten Salzufler Kurparks. Umwelteinflüsse machen ihm allerdings zu schaffen. - © Thomas Reineke
Der Baumbestand ist ein Aushängeschild des mehr als 100 Jahre alten Salzufler Kurparks. Umwelteinflüsse machen ihm allerdings zu schaffen. (© Thomas Reineke)

Bad Salzuflen. Um den durch Klimawandel, Unwetter und andere Umwelteinflüsse dezimierten Bestand im Kurpark wieder aufzustocken, hat die Stadt mehr als ein Dutzend neuer Bäume zwischen Gradierwerken und Kurparksee pflanzen lassen. „Wir sind sehr stolz auf unseren Kurpark mit seinem historischen Baumbestand“, wird Bürgermeister Dirk Tolkemitt in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus zitiert.

Und weiter: „Leider ist es aber auch so, dass nicht alle früher gepflanzten Bäume mit den heutzutage vorherrschenden Bedingungen klarkommen und ein Sturm dann für einen ohnehin schon geschwächten Baum das Aus bedeuten kann. Mit diesen Ausgleichspflanzungen wollen wir sicherstellen, dass die Bürgerinnen und Bürger und alle Besuchenden der Stadt auch weiterhin eine hohe Aufenthaltsqualität im Kurpark vorfinden werden.“

Küstenkiefer und Zimtahorn sind neu

Um das auch in Zukunft sicherzustellen, ist nach Angaben der Stadt bei der Auswahl der neu gepflanzten Bäume darauf geachtet worden, dass sie stressresistent sind und mit einem höheren Salzgehalt im Boden und den sich ändernden klimatischen Bedingungen zurechtkommen. So sind beispielsweise Küstenkiefer, Ungarische Eiche, Zimtahorn und Amberbaum gepflanzt worden.

Viele Laubbäume im Kurpark bereiten der Verwaltung schon seit längerem Sorgen, sie sind augenscheinlich geschwächt. „Gut zu erkennen an nicht mehr vollständig geschlossenen Kronen, durch die der Himmel zu sehen ist“, sagte der Technische Beigeordnete Bernd Zimmermann schon im vergangenen Jahr vor dem Ausschuss für Tourismus, Gesundheit und Kultur.

In der Folge muss die Stadt die Standfestigkeit der Bäume im Kurpark und im Landschaftsgarten häufig kontrollieren – zum Teil alle drei Monate und zusammen mit Experten. Ziel sei immer, so viele Bäume wie möglich zu erhalten. Allerdings steht die Stadt nach eigenen Angaben in der Verkehrssicherungspflicht und hafte damit auch im Fall des Falles. Und sei ein Baum zu krank und könnte er dadurch beispielsweise dicke Äste verlieren oder sogar umstürzen, müsse er gefällt werden. So sind im vergangenen Sommer wie berichtet auch zwei mehr als 80 Jahre alte, aber eben stark geschwächte Rotbuchen in der Nähe des Eingangs am Kurparksee aus Sicherheitsgründen entfernt worden.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2022
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare