"Interkulturelle Woche" bietet Filme, Kochkurse und „Poetry Slam“

Alexandra Schaller

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Bülent Yilmaz, (von links) Anika Humme, Jobst Flörkemeier, Désirée Solle, Andreas Gronemeier, Michael Meier und Dorothea Senz vom Organisationsteam der interkulturellen Woche stehen vor einem Koffer, der symbolisch für die wenigen Sachen steht, mit denen die Menschen im Rahmen des Anwerbeabkommens nach Deutschland, in dem Glauben, irgendwann zurückzukehren, gekommen sind - © Stadt Bad Salzuflen
Bülent Yilmaz, (von links) Anika Humme, Jobst Flörkemeier, Désirée Solle, Andreas Gronemeier, Michael Meier und Dorothea Senz vom Organisationsteam der interkulturellen Woche stehen vor einem Koffer, der symbolisch für die wenigen Sachen steht, mit denen die Menschen im Rahmen des Anwerbeabkommens nach Deutschland, in dem Glauben, irgendwann zurückzukehren, gekommen sind (© Stadt Bad Salzuflen)

Bad Salzuflen. Wie wichtig das Thema Integration auch in der Kurstadt ist – darauf möchte der Salzufler Ratschlag mit der hiesigen Volkshochschule (VHS) und der Stadt aufmerksam machen. Daher beteiligt man sich wie berichtet an der „Interkulturellen Woche“, die deutschlandweit in mehr als 500 Städten und Gemeinden ab Sonntag, 25. September, zum 47. Mal stattfindet.

Das Programm der „Interkulturellen Woche“ in Bad Salzuflen umfasst verschiedene Veranstaltungen und widmet sich thematisch diesmal dem Anwerbeabkommen Deutschlands mit mit den südlichen Ländern Anfang der 1960er Jahre.

Den Auftakt macht die Eröffnung am Sonntag, 25. September, ab 17 Uhr in der Wandelhalle. „Dort werden Personen von ihren Erlebnissen und Lebensgeschichten berichten, die als ehemalige Gastarbeiter und Angehörige nach Bad Salzuflen gekommen sind“, heißt es in einer Mitteilung. Zudem wird die Ausstellung „Als die Türken nach Lemgo kamen“ eröffnet. Darin wird das Ankommen und Leben türkischer Gastarbeiter thematisiert.

Zudem stehen musikalische Beiträge auf dem Programm. Weiter geht es am Montag, 26. September. Dann werden von 18 bis 19.30 Uhr gemeinsam mit den „Musikfreunden Zeitlos“ Lieder aus aller Welt im Gemeindehaus am Kirchplatz in Schötmar gesungen.

Filme sind zu sehen

Der Film „Gleis 11“ von Regisseur Cagdas Eren Yüksel ist Dienstag- und Mittwochabend in der Wandelhalle zu sehen. Auch er widmet sich laut Mitteilung „in berührender Art und Weise den Lebenszeugnissen von Gastarbeitenden unterschiedlicher Herkunft“. Yüksel gehört selbst zur dritten Generation türkischer Einwanderer und habe mit diesem Film nach eigenen Angaben der „unsichtbaren Generation, die nie in der ersten Reihe gestanden hat, ein Denkmal gesetzt“. Der Film läuft am 27. September um 17 und am 28. September um 19 Uhr.

Eintauchen in die Welt der türkischen und der syrischen Küche dürfen die Teilnehmer in zwei Kochkursen, die die VHS anbietet. Um die türkische Küche geht es am Donnerstag, 29. September, von 18 bis 21 Uhr, um die syrische am Freitag, 30. September, von 18 bis 21.45 Uhr. Anmeldung hierzu bis Samstag, 24. September, per Mail an volkshochschule@bad-salzuflen.de.

Freitag steht zudem ab 9 Uhr ein interkulturelles Männerfrühstück in der Begegnungsstätte am Kirchplatz in Schötmar an.

Den Abschluss der Woche macht ein Workshop in „Poetry Slam“ mit Nadine Dubberke zum Thema „Heimat und Fremde“ am Samstag, 1. Oktober (Anmeldung an die VHS). Von 11 bis 17 Uhr lernen Jugendliche und junge Erwachsene an der Hermannstraße 32 etwas zum Thema. Zum Abschlussabend präsentieren sie dann ihre eigenen „Poetry Slams“. Er findet ab 18.30 Uhr mit Musik und „kulturellen Köstlichkeiten“ in der Wandelhalle statt, Einlass ab 18 Uhr.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Lediglich für die Kochkurse fällt eine Lebensmittelgebühr von jeweils 10 Euro an.

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