Bad Salzuflen. Unter dem Motto „Wir machen uns stark im Kinderschutz“ hat jetzt zum zweiten Mal das „Netzwerktreffen Kinderschutz“ stattgefunden. Mehr als 60 Fachkräfte aus verschiedenen pädagogischen Bereichen hatten sich laut Pressemitteilung der Stadt Bad Salzuflen eingefunden.
Das Netzwerk setze sich seit November vergangenen Jahres dafür ein, Kindeswohlgefährdungen zu erkennen und zu vermeiden. Ziel sei es, Rahmenbedingungen für eine effektive und schnelle Zusammenarbeit zur Einschätzung eines möglichen Gefährdungsrisikos und Sicherstellung des Kindeswohles zu schaffen.
Durch den Informationsabend mit einem offenen Fachvortrag zum Thema „Sexualisierte Gewalt bei Mädchen und Jungen“ führten Doris Willenborg von der Landesfachstelle „Prävention sexualisierter Gewalt“ des Regierungsbezirkes Detmold und Barbara Brune aus der Ärztlichen Beratungsstelle Bielefeld.
Die Expertinnen hätten aufgezeigt, was Mädchen und Jungen benötigen, um mit Gefahren und alltäglichen Herausforderungen selbstbewusst umgehen zu können, Grenzen setzen zu können und sofern notwendig, Hilfe holen zu können.
Lebendiger Austausch der Teilnehmer
„Abschließend kamen die Teilnehmer zu einem lebendigen Austausch zusammen“, berichtet die städtische Netzwerk-Koordinatorin Anke Hütte, die für die fachliche Begleitung des Kinderschutznetzwerkes in der Kurstadt verantwortlich ist.
Teilgenommen an diesem Netzwerktreffen haben nach Angaben der Stadtverwaltung Lehrpersonal, Schul- und Kitaleitungen, Tagespflegepersonen, Vertreter aus dem Gesundheitsamt und der Schulpsychologie sowie aus dem Gesundheitswesen, vom Jugendamt und von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe.
Darüber hinaus hätten sich bei der Veranstaltung auch die Polizei und die Justiz informiert. „Wir wollten möglichst viele Fachkräfte aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern erreichen und zunächst für das Thema sensibilisieren,“ erklärt Anke Hütte. „Denn: Aufklärung ist ein erster und wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem gelingenden Kinderschutz.“