<p data-end="619" data-start="264">Bad Salzuflen. In Bad Salzuflen schreitet der Ausbau einer klimafreundlichen Energieversorgung voran: An der Ziegelstraße entsteht dazu, wie mehrfach berichtet, eine neue Energiezentrale, die künftig eine zentrale Rolle in der Strom- und Wärmeversorgung spielen wird. Nun wurde dort der Wärmespeicher errichtet. Aber auch auf der gegenüberliegenden Seite wird gebaut. Das Tierheim bekommt ein neues Haupttor. Wie beides zusammenhängt.</p> <p data-end="619" data-start="264">Zunächst zum Wärmespeicher: 18 Meter ist der zylinderförmige Bau hoch. Die an einen Rundturm erinnernde Form hat ein Fassungsvermögen von 1500 Kubikmetern, wie Johannes Dittmar von den Stadtwerken berichtet. „Der Speicher wird Teil eines neuen Heizkraftwerks, das ab 2026 Wärme aus dem gereinigten Abwasser des städtischen Klärwerks gewinnen soll“, so der Pressesprecher.</p> <h2 class="Zwischenzeile">Invest von 13 Millionen Euro</h2> <p data-end="619" data-start="264">Diese Wärme kann dann über das Fernwärmenetz bedarfsgerecht an Haushalte und Betriebe verteilt werden. Ziel sei es, den Anteil erneuerbarer Energie an der städtischen Wärmeversorgung deutlich zu steigern. „Bis 2027 soll er sich mehr als verdoppeln“, sagt Dittmar.</p> <p data-end="619" data-start="264">Das Vorhaben sei Teil eines sogenannten iKWK-Systems. Dabei werden klassische Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen mit erneuerbaren Technologien wie Großwärmepumpen und einer Power-to-Heat-Anlage kombiniert. Die Stadtwerke setzen an der Ziegelstraße auf eine Kombination aus Wärmepumpen, die mit Ökostrom betrieben werden, sowie einem Blockheizkraftwerk, das mit Erdgas und Klärgas arbeitet. Bis 2026 sollen zwei weitere solcher iKWK-Systeme in Bad Salzuflen folgen. „Insgesamt investieren die Stadtwerke rund 13 Millionen Euro in diese neuen Anlagen“, so Dittmar.</p> <p data-end="619" data-start="264">Langfristig sollen demnach mehrere Fernwärmenetze verbunden werden – unter anderem durch eine geplante Leitung über die Elkenbrede. „So soll ein geschlossenes, regenerativ betriebenes Netz entstehen“, erklärt er.</p> <h2 class="Zwischenzeile">Flächen fürs Tierheim fallen weg</h2> <p data-end="619" data-start="264">Im Zuge der Arbeiten an dem Umspannwerk fallen einige Flächen, die bisher vom Tierheim genutzt werden konnten, weg. Zudem wird der Zaun auf der Seite des Umspannwerks ein Stück weiter zur Straße hin versetzt. Das habe Folgen für die vom Tierschutzverein Bad Salzuflen-Lemgo betriebene Einrichtung, so Stefan Quirini, Vorsitzender des Tierschutzvereins.</p> <p data-end="619" data-start="264">Unterm Strich hätten Lieferanten und Handwerker aufgrund der damit kleiner werdenden Rangiermöglichkeiten Schwierigkeiten, auf das Tierheim-Gelände zu fahren. Nun wird ein neues Tor eingebaut, das künftig sechs statt wie bisher vier Meter breit ist und die problemlose Einfahrt gewährleisten soll.</p> <p data-end="619" data-start="264">Die Kosten schätzt Stefan Quirini auf etwa 20.000 Euro. Das sei für das Tierheim eine große Summe, die in der Form nicht eingeplant gewesen sei. Das Tierheim hofft daher nun auf Spenden.</p> <p data-end="619" data-start="264">Auch die Stadtwerke haben ihre Unterstützung zugesagt. „Wir sind an einer guten Nachbarschaft interessiert“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Volker Stammer im Gespräch mit unserer Redaktion.</p>