Barntrup. Erneut hat es Vorfälle von Vandalismus in Barntrup gegeben - auch der Busbahnhof ist wieder betroffen. Die Stadt überlegt daher sogar, die Bushäuschen zurückzubauen, um ständige Reparaturkosten zu vermeiden. Wie Carina Brakhage, Fachteamleiterin Planen und Bauen, im Fachausschuss sagte, wurden am 22. Dezember vergangenen Jahres sowohl verfassungsfeindliche Symbole am Gymnasium Barntrup als auch an der Grundschule in Alverdissen gefunden. Dort wurden außerdem Teile einer Hecke herausgerissen. Die Stadt erstattete Anzeige - bislang ohne Ergebnis. Wie schon am 15. Dezember seien auch am 26. Dezember Scheiben der Bushäuschen am Bahnhof von Unbekannten zerstört worden. Teilweise wurden dazu Mülleimer aus der Verankerung gerissen, um diese als Wurfgeschoss zu nutzen. Schon sechs Scheiben ersetzt Aufgrund der Häufigkeit der Beschädigung öffentlichen Eigentums habe die Stadt nachgeschaut, wie viele Schäden sie dort in den vergangenen Jahren verzeichnet hat. Das Ergebnis: Innerhalb von zweieinhalb Jahren seien sechs Scheiben ersetzt worden. Aktuell würden die Kosten für einen Austausch der Scheiben laut Brakhage bei 10.000 bis 12.000 Euro liegen. „Vor dem Hintergrund der wiederholten Beschädigungen und der hohen Folgekosten hat die Verwaltung entschieden, vorerst keine Erneuerung der Scheiben vorzunehmen“, hieß es. Falls die Standsicherheit dadurch beeinträchtigt sein sollte, würde das mittlere Bushäuschen vollständig zurückgebaut, um die Fahrgäste nicht zu gefährden. Videoüberwachung nur schwer möglich In der Dezember-Sitzung kam die Frage auf, ob die Stadt dem Vandalismus nicht mit einer Videoüberwachung begegnen könnte - so wie schon am Schulzentrum. Bürgermeister Borris Ortmeier sagte dazu: „Wir haben das geprüft. Es wäre nicht mit einer Kamera getan. Darum macht das keinen Sinn. Plexiglas hatten wir schon. Das wird zerkratzt und Holz abgefackelt. Darum wäre es besser, die Häuschen zurückzubauen. Außerdem: Was sendet das für ein Signal an die Täter, wenn wir alles einfach reparieren?“ Darüber hinaus seien auf dem Boden vor dem Schul- und Bürgerforum eingelassene Leuchten beschädigt worden. Außerdem beklebten und beschmierten Unbekannte bereits im Sommer Verkehrsschilder, die die Stadt im Oktober beziehungsweise Anfang November erneuerte. Nur wenige Tage später seien diese erneut verunstaltet gewesen. Die Anzeige wegen Sachbeschädigung sei mittlerweile eingestellt worden. „Die wiederholten Sachbeschädigungen verursachen nicht nur hohe Kosten, sondern gefährden die Verkehrssicherheit und beeinträchtigen das Erscheinungsbild der Stadt erheblich“, schrieb die Stadt. Sie lobte daher eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise zu den Taten oder möglichen Verdächtigen aus. Diese nehmen Verwaltung und Polizei weiterhin entgegen.