Feuerwehreinsatz im Prüflabor von Phoenix Testlab

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57 Einsatzkräfte waren vor Ort, um den Brand bei Phoenix Contact zu löschen. - © Feuerwehr Blomberg
57 Einsatzkräfte waren vor Ort, um den Brand bei Phoenix Contact zu löschen. (© Feuerwehr Blomberg)

Blomberg. Ein Brand im Prüflabor bei der Phoenix Testlab GmbH am Königswinkel hat in der Nacht zu Donnerstag die Feuerwehr auf den Plan gerufen. 57 Einsatzkräfte waren vor Ort, verletzt wurde niemand.

Zum Alarm kam es laut Bericht der Feuerwehr Blomberg um 3.16 Uhr. Bei Eintreffen der ersten Kräfte, war in einem Gebäude am Königswinkel eine Rauchentwicklung sichtbar, die über die Lüftungsanlage über das Dach abgeleitet wurde. Bei der weiteren Erkundung der Feuerwehr stellte sich heraus, dass es sich um einen Brand in einer Versuchskabine im Gebäude handelte.

"Da hier gerade Prüfmuster getestet wurden, die bei einem Brand potenziell Schadstoffe freisetzen können, wurde ein ABC-2-Alarm ausgelöst", heißt es in der Meldung. Daher wurden ABC-Kräfte aus der Feuerwehr Blomberg und Barntrup nachalarmiert. Inzwischen schlugen Flammen aus der Lüftung auf das Dach des Gebäudes.

Durch den Brand im Testlab kam es zu erheblicher Rauchentwicklung. - © Feuerwehr Blomberg
Durch den Brand im Testlab kam es zu erheblicher Rauchentwicklung. (© Feuerwehr Blomberg)

Über zwei C-Strahlrohre wurde die Brandbekämpfung auf das Dach und durch das zwischenzeitlich geöffnete Rolltor, an der Versuchskabine eingeleitet. Das Feuer am Dach konnte schnell gelöscht werden und die Kühlung der Versuchskabine war erfolgreich, so dass keine weitere Brandausbreitung erfolgte.

Die weitere Aufgabe bestand für die Einsatzkräfte darin, die zerstörten Prüfmuster aus der Versuchskabine zu bergen und in dafür vom Unternehmen bereitgestellte Container zur weiteren Aufbewahrung zu verbringen. Wegen möglicher Schadstoffe an den verbrannten Prüfmustern wurde dafür ein Atemschutztrupp mit einem Chemiekalienschutzanzug ausgerüstet.

Nach dem Öffnen der Versuchskabine, wurden die Prüfmuster zunächst mit einem C-Rohr mit Wasser abgelöscht und gekühlt. Danach wurden die Teile mit einem Gabelstapler in die Container geladen und diese zur Vorsorge mit Wasser geflutet. Nach dem Einsatz wurden die Schutzausrüstung und die Geräte dekontaminiert und der Reinigung zugeführt. Das Gebäude wurde mittels Hochleistungslüfter ausreichend gelüftet und anschließend dem Betreiber übergeben.

Insgesamt waren 57 Einsatzkräfte der Feuerwehr Blomberg, Feuerwehr Barntrup, Johanniter Unfallhilfe mit einem KTW, dem Kreis Lippe mit dem Atemschutzcontainer und die Polizei vor Ort. Der Einsatz dauerte bis 8 Uhr an.

Menschen kamen nicht zu Schaden, die Schadenshöhe an Gebäude und Einrichtung kann noch nicht abgeschätzt werden.

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