Kinderpornografie: Ex-Politiker Markus Schiek muss 15.000 Euro zahlen

Erol Kamisli

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Der ehemalige FDP-Politiker Markus Schiek muss 15.000 Euro zahlen. - © Archiv: Dieter Asbrock
Der ehemalige FDP-Politiker Markus Schiek muss 15.000 Euro zahlen. (© Archiv: Dieter Asbrock)

Lemgo/Detmold. Die Detmolder Staatsanwaltschaft hatte im vergangenen Jahr gegen den 50-jährigen, ehemaligen FDP-Politiker Markus Schiek einen Strafbefehl wegen Verbreitung und Besitzes kinder- und jugendpornografischer Schriften in Höhe von 15.000 Euro (150 Tagessätze zu je 100 Euro) erlassen. Dagegen legte Dr. Holger Rostek, Rechtsanwalt von Schiek, Einspruch ein.

Daraufhin reduzierte das Amtsgericht Lemgo die Tagessatzhöhe auf 90 Euro – doch nun entschied die Beschwerdekammer des Landgerichts endgültig – es bleibt bei der Tagessatzhöhe von 100 Euro. „Das Urteil ist rechtskräftig und Markus Schiek ist damit vorbestraft", sagt Johanna Dämmig, Sprecherin der Detmolder Staatsanwaltschaft.

Festgestellt ist damit laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft Detmold, dass Schiek am 28.12.2016 im Internet eine aus drei Farbbildern bestehende Datei mit kinderpornographischem Inhalt in einem Chat namens „wichsraum" hochgeladen und damit sämtlichen Chatteilnehmern zur Verfügung gestellt hat. Aufgrund eines entsprechenden Hinweises eines amerikanischen Internet-Dienstanbieters war der Verurteilte in das Visier der Ermittlungsbehörden geraten.

Am 1.03.2017 wurden durch Beamte des Polizeipräsidiums Bielefeld sowohl der Arbeitsplatz des Mannes bei einer Behörde in Herford als auch seine Wohnung durchsucht. Bei der Durchsuchung der Wohnräume konnten auf seinen privaten Rechnern und Speichermedien über 250 inkriminierte Bilddateien gefunden werden, wobei es sich überwiegend um sogenannte Jugendpornographie handelte. Es befanden sich aber auch 21 Dateien mit pornographischen Abbildungen von Kindern unter den Bildern.

Schieks Verteidiger Dr. Rostek war für eine Stellungnahme bisher nicht erreichbar.

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