Brutale Quälerei: Detmolder foltert Freundin nach Diskobesuch

Seda Hagemann

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Ein Detmolder schlug seine Freundin mit einem Dreifachstecker. Der Prozess vor dem Landgericht beginnt am 25. Januar. - © Bernhard Preuss
Ein Detmolder schlug seine Freundin mit einem Dreifachstecker. Der Prozess vor dem Landgericht beginnt am 25. Januar. (© Bernhard Preuss)

Detmold. Über mehrere Stunden hinweg soll ein 29-Jähriger seine damalige Freundin brutal gequält und schwer misshandelt haben. Jetzt steht der Detmolder vor Gericht. Der Grund für die gefährliche Körperverletzung: Er soll sich darüber geärgert haben, dass seine Freundin in der Disko war.

Die Details der Tat vom 31. Juli 2016 erschüttern. Als die Frau in den Morgenstunden von der Disko nach Hause kam, soll der Mann komplett ausgerastet sein. Er riss eine Dreifachsteckdose aus der Wand und peitschte seine Freundin damit aus. Er würgte sie nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehrfach mit dem Elektrokabel. Die Frau verlor immer wieder das Bewusstsein.

Heftige Tritte ins Gesicht

Das Martyrium der Frau, sie soll die Cousine der Ex-Frau des Angeklagten sein, ging noch einige Stunden weiter. Immer wieder strangulierte er seine Freundin. Dabei drohte er ihr auch, sie umzubringen und trat sie ins Gesicht.

Gegen 6.30 Uhr schleifte der Angeklagte seine Freundin ins Wohnzimmer und urinierte auf sie. Erst nachdem er der Frau noch mehrmals in die Rippen geboxt hatte, soll er schließlich von ihr abgelassen haben.

Der Angeklagte war nach der Tat mit Haftbefehl gesucht worden. Erst zwei Jahre später, im August 2018, konnte er festgenommen werden. Wo er in der zwischenzeit war, steht demnach noch nicht fest. Der 29-Jährige sitzt seit dem 9. August 2018 in Untersuchungshaft. Der Prozess vor dem Landgericht Detmold gegen den 29-Jährigen startet am 25. Januar um 9 Uhr.

Die Frau erlitt nach Angaben der Detmolder Staatsanwaltschaft keine dauerhaften Schäden. Sie wird als Zeugin in dem Prozess gehört.

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