Detmold-Heiligenkirchen. Gleich eine ganze Serie von Sachbeschädigungen haben Anwohner der Straße „Schau ins Land" in der Nacht kürzlich hinnehmen müssen. Nicht zum ersten Mal ereigneten sich derartige Vorfälle in Heiligenkirchen. Opfer der jüngsten Taten war auch Michael Melcher, an dessen Neubau ein Fenster samt Rahmen zerstört wurde. Nun hat er eine Belohnung in Aussicht gestellt. „Ich will, dass dieser Zerstörungswut im Ort endlich ein Ende gesetzt wird", sagt der 62-Jährige gegenüber der LZ. Doch einen Schlussstrich unter dieses Thema werden wohl weder Anwohner, noch Behörden so schnell ziehen können. Nach wie vor gibt es laut Polizei-Pressesprecherin Dr. Laura Merks keine konkreten Hinweise auf die Täter. Um die Suche zu beschleunigen, bietet Anwohner Michael Melcher für konkrete Hinweise sogar eine Belohnung zwischen 2000 und 5000 Euro. Ihn traf es besonders schwer. „Das hat nichts mehr mit Dummejungenstreichen zu tun", sagt der 62-Jährige, nach wie vor erzürnt. Auf etwa 5000 Euro belaufe sich allein der Materialschaden, den die Täter im Bereich des Eckfensters an seinem Neubau hinterließen. Um den Schaden vollständig zu beheben, müssen laut Melcher vermutlich zwei komplette Hauswände neu verputzt werden. Arbeiten, für die Kosten im fünfstelligen Bereich fällig würden. Doch damit nicht genug. Außerdem wurden auf seinem Grundstück eine Dixi-Toilette umgekippt und zwei Eimer mit Putz die Hauswand heruntergeworfen. Auch die umliegende Nachbarschaft blieb von der nächtlichen Zerstörungswut nicht verschont. Auch auf einer benachbarten Baustelle sei eine Toilette umgestoßen worden. Ferner sollen die Frontscheibe eines Autos zerstört sowie das Heck eines Porsche eingebeult worden sein. Auf einem weiteren Grundstück stießen die Täter eine Gartenlaterne um, auch ein Verkehrsschild wurde aus dem Fundament gerissen. Wenige Minuten entfernt, auf der Parkanlage am Krugplatz, wurde die Plexiglasscheibe des Bücherschranks eingetreten. Wie Ortsbürgermeister Rainer Friedrich erwähnt, sei dies erst Anfang August wieder der Fall gewesen. Dennoch habe sich die Lage seit einigen Wochen etwas entspannt. „Auch andere Ortsteile bleiben nicht vom Vandalismus verschont", betont er. Darum wurde in Absprache mit dem Ordnungsamt und der Polizei Anfang Juli ein Wachdienst damit beauftragt, Heiligenkirchen und andere Ortsteile regelmäßig zu kontrollieren. „Wir müssen diesen Menschen langfristig aufzeigen, dass man mit derartigen Taten wie im Fall Melcher nicht ungestraft davon kommt". Im September soll eine erste Auswertung dazu stattfinden.