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Feierliche Verleihung

Ministerpräsident Hendrik Wüst zeichnet Detmolder Berufskolleg mit Richeza-Preis aus

Detmold. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat in der Abtei Brauweiler in Pulheim den Richeza-Preis überreicht. Ausgezeichnet worden ist laut eigener Pressemitteilung auch das Dietrich-Bonhoeffer Berufskolleg.

Die Projektkoordinatoren Christoph Colberg und Matthias Kull hätten den Preis stellvertretend für die Schule entgegen genommen. Mit dem Richeza-Preis, der nach der einstigen Königin Richeza von Polen benannt ist, würdigt und fördert die Landesregierung nach eigenen Angaben zivilgesellschaftliche Projekte zur Intensivierung des Dialogs zwischen Polen und Nordrhein-Westfalen.

„Gemeinsam für die Urkraine“

Im vergangenen Jahr stand das Thema „Nordrhein-Westfalen und Polen – gemeinsam für die Ukraine“ im Fokus des Wettbewerbs. Es wurden Projekte prämiert, in denen sich Engagierte aus Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit polnischen Partnern für Menschen in oder aus der Ukraine eingesetzt haben. Die Detmolder sind laut Mitteilung für ihre Arbeit und ihr Engagement im Rahmen der kulturellen Studienfahrt mit Projekttitel „Mauern innen und außen überwinden“ geehrt worden.

„Die Veranstaltung lockte auch hochrangige Persönlichkeiten wie den polnischen Botschafter und die ukrainische Generalkonsulin nach Pulheim. Beide haben die Bedeutung der Auszeichnung für die deutsch-polnisch-ukrainischen Beziehungen hervorhoben“, schreibt das Berufskolleg.

Studienfahrt zur polnischen Partnerschule

Im Rahmen des mit dem Richeza-Preis prämierten Projekts „Mauern innen und außen überwinden“ hatte das Dietrich-Bonhoeffer Berufskolleg im September vergangenen Jahres eine kulturverbindende Studienfahrt zur Partnerschule im polnischen Rataje unternommen. Dabei hätten die Schüler aus den Bildungsgängen des Wirtschaftsgymnasiums, der Handelsschule sowie der Höheren Handelsschule eine Reihe von Aktivitäten, darunter eine Erkundungstour durch die Stadt Chodziez sowie einen aufregenden Seeausflug, bei dem sie selbst Segel- und Ruderboote steuerten, erlebt.

Im Mittelpunkt der Fahrt stand laut Mitteilung des Berufskollegs der Workshop „Mauern innen und außen überwinden“, in dem die Schüler in selbst gedrehten Videos darstellten, wie alltägliche kulturelle Mauern zwischen polnischen, ukrainischen und deutschen Schüler überwunden werden können. Ein weiterer Höhepunkt der Reise sei der Besuch der historischen Stadt Torun mit einem Lebkuchenmuseum gewesen, in dem die Teilnehmer selbst Lebkuchen gebacken hätten.

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