Detmold. Der Wahlabend hat für Dr. Marika Thiersch (CDU) eine Niederlage und einen Sieg gebracht: Im Rennen um den Bürgermeisterposten musste sie sich gegen Amtsinhaber Frank Hilker (SPD) geschlagen geben, in ihrem Wahlbezirk (Hiddesen I Süd-Ost) holte sie aber das Direktmandat für den Stadtrat. Darauf wird sie nun verzichten. „Marika Thiersch hat gegenüber der Wahlleiterin der Kommunalwahl, der Ersten Beigeordneten der Stadt Detmold, Dr. Miriam Mikus, den Verzicht auf ihr Ratsmandat erklärt“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus, die Dienstagnachmittag an die Presse gegangen ist. Der Verzicht erfolge aus persönlichen Gründen, habe die Hiddeserin schriftlich mitgeteilt. Gegenüber der LZ konkretisiert Thiersch, dass ihr Verzicht beruflich bedingt sei. Aufgrund neuer Aufträge könne sie nicht garantieren, die erforderliche Zeit für die Ratstätigkeit aufzubringen und genügend in Detmold zu sein. Ein Ratsmandat bedeute immerhin eine hohe Verantwortung. So verschieben sich die Kräfte im Detmolder Stadtrat So hat Detmold gewählt Frank Hilker bleibt Bürgermeister in Detmold Nächster auf der Reserveliste der CDU ist Eugen Borgenau, wie CDU-Stadtverbandschef Steven Förster berichtet. Er wird für Dr. Marika Thiersch nachrücken und das Mandat übernehmen. Borgenau sei bislang als sachkundiger Bürger aktiv gewesen, habe aber noch keine Ratserfahrung. Die Christdemokraten haben insgesamt 11 Sitze im neu gewählten Stadtrat. Weitere Direktmandate haben geholt: Gregor Bartosch, Cord-Henrik Starke, Frank Witte und Jörg Thelaner. Über die Liste eingezogen sind: Steven Förster, Daniel Neufeld, Renate Hartmann, Andy Mensenkamp, Jan Wisomiersky und Jan Martin Vogt.