Detmold. Die Freibadsaison in Detmold ist zu Ende und die Bilanz der Verantwortlichen der vier Fördervereine fällt durchwachsen aus. Zwischen Baustellen, wechselhaftem Wetter und den bekannten Personalproblemen blicken die Verantwortlichen auf ein Jahr zurück, das zwar solide verlief, aber dem Empfinden nach hinter früheren Besucherzahlen zurückblieb. Weil Schwimmmeister fehlten, mussten immer wieder Bäder an einzelnen Tagen geschlossen bleiben. Alle Förderverein-Verantwortlichen hoffen auf bessere Bedingungen im kommenden Sommer. Freibad Schwarzenbrink Für das Freibad Schwarzenbrink war 2025 ein besonderes Jahr: Das Bad feierte Ende Juni seinen 60. Geburtstag mit einem großen Fest, das - anders als die jährlichen Freibadfeste im Bad - auch am Abend weiter fortgesetzt wurde. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen mit den wechselnden Öffnungszeiten zeigte sich Wolfgang Schriegel, Vorsitzender des Fördervereins, grundsätzlich zufrieden. „Von den Besucherzahlen war es eine schlechtere Saison, aber sie war immer noch ordentlich“, sagte er. Die anderen Standorte seien von den Schließungen stärker betroffen gewesen als das Schwarzenbrink, meinte er. Nun, nach dem Abschluss der Saison, läuft eine grundlegende Sanierung der gesamten Wasseraufbereitungstechnik im Freibad. „Die Technik stammt noch aus dem Jahr 1965 und ist nicht mehr zeitgemäß. Sie wird jetzt komplett erneuert“, berichtete Schriegel. Das Gelände gleiche derzeit einer Großbaustelle, doch die Arbeiten kämen gut voran. Schriegel ist guter Dinge, dass das Bad im kommenden Jahr wie geplant öffnen kann. „Vielleicht werden wir ein paar Tage später öffnen als die anderen Bäder, aber so weit sind wir noch nicht.“ Freibad Fischerteich Der Saison im Freibad Fischerteich gibt der zuständige Förderverein eine mittelmäßige Schulnote. „Die Saison war durchwachsen, weil wir wechselnd warme und kalte Tage hatten“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende Andreas Schlinkheider. Das habe sich deutlich auf das Besucheraufkommen ausgewirkt. Hinzu kamen die eingeschränkten Öffnungszeiten, die besonders an heißen Tagen für Frust bei den Badegästen sorgten. Trotzdem herrschte stets eine ruhige und angenehme Atmosphäre in der Pivitsheider Badeanstalt. Das traditionelle Freibadfest und ein stimmungsvolles Dämmerschwimmen lockten viele Gäste an. Sorgen bereitet den Mitgliedern derzeit der Zustand des Kinderplanschbeckens: „Der Estrich hat sich gelöst, die Sicherheit für die Kinder ist nicht mehr gewährleistet“, sagte Schlinkheider. „Hier müssen wir mit der Stadt sprechen, was gemacht werden kann und wie wir uns beteiligen“, sagt Schlinkheider. Die Unterstützung im Verein und durch Freiwillige, etwa von der DLRG Augustdorf, die beispielsweise bei der Aufsicht für das Frühschwimmen helfen, sei derweil weiterhin groß. Freibad Hiddesen Im Freibad Hiddesen war die Stimmung in diesem Sommer angespannt. Das Bad und dessen Gäste waren von den Schließungen besonders betroffen. Die Vorsitzende der Freibadinitiative Hiddesen, Anja Wolf, sprach von einer „grauenvollen Saison“. Immer neue Öffnungszeiten, auf die der Förderverein keinen Einfluss habe, hätten zu Diskussionen mit Badegästen geführt. „30 Grad und das Freibad ist zu – so etwas ist einfach sehr unglücklich“, sagte sie. Trotz des Ärgers bleiben sie und ihre Mitstreiter engagiert: Aktuell sind Verschönerungsmaßnahmen auf dem Gelände an der Hindenburgstraße geplant. Grünflächen sollen neu bepflanzt, wuchernde Brombeersträucher dagegen entfernt werden. „Wir geben unser Bestes und hoffen, dass nächstes Jahr alles besser wird“, so Wolf. Freibad Berlebeck-Heiligenkirchen Etwas optimistischer fällt das Fazit in Berlebeck aus. Fördervereinsvorsitzender Karl-Heinz Wächter ist „eigentlich zufrieden“. Zwar sei der Sommer, was die Besucherzahlen angeht, schwächer gewesen als der im Vorjahr, aber immerhin besser als 2023. An acht Tagen musste das Berlebecker Bad wegen fehlenden Personals in diesem Jahr geschlossen bleiben. Ein besonderes Highlight war das Eröffnungsfest zu Beginn der Saison, nachdem derzeit umfangreiche Arbeiten für mehr Barrierefreiheit laufen. Auf ein Sommerfest verzichtete man diesmal, weil laut Wächter parallel ein großes Dorffest stattfand. Nun steht die Winterpause an, in der kleinere Arbeiten erledigt werden. Für 2026 hofft Wächter, „dass die DetCon die Personalsorgen bei den Schwimmmeistern in den Griff bekommt“.