Hinter den Kulissen der Dörentruper Gin-Produktion

Torben Gocke

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Der "BeGINMan" stammt aus Lippe - und zwar aus der Gutbrennerei Begemann in Dörentrup. - © Torben Gocke
Der "BeGINMan" stammt aus Lippe - und zwar aus der Gutbrennerei Begemann in Dörentrup. (© Torben Gocke)

Kreis Lippe. Mit Gin im Glas macht der zeitgenössische Genießer nichts falsch. Der Hochprozentige ist seit Jahren ein gefragtes Getränk in prominenten Großstadtclubs und darf in keiner gut sortierten Bar mehr fehlen. Wie das Getränk entsteht und was einen besonders guten Gin ausmacht, das haben LZ-Leser in Humfeld erfahren.

„Ich war schlichtweg neugierig, was hier bei uns im Ort alles geschieht", verrät Norbert Franzen. Der Dörentruper gehört zur Gruppe der Leser, die auf Einladung der LZ und des Projekts „NaTourEnergie" in die Gutshofbrennerei Begatal gekommen sind, um dem Hausherrn Friedhelm Begemann ein wenig in die Karten zu schauen.

Fotostrecke: So wird Gin in Dörentrup gebrannt


Gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Falk und Fabius hat Begemann in den vergangenen drei Jahren aus der alten Trakehner-Scheune eine pittoreske Umgebung zum Brennen und Genießen geschaffen – die heute sogar Außenstelle des Standesamtes ist. „Dass wir hier nachhaltig arbeiten, brauchen wir gar nicht betonen. Das ist bei uns völlig selbstverständlich. Wo andere in Quartalen planen, da denken wir in Generationen", bringt es Friedhelm Begemann in seiner Begrüßung auf den Punkt.

Der Wacholder wächst buchstäblich vor der Haustür der Brennerei und auch das Obst hat es nicht weit vom Baum bis in die Brennerei. Begemann hat ganz in der Nähe Hunderte Bäume gepflanzt – „allesamt Bio und alte Sorten", erklärt er den insgesamt rund 50 Neugierigen Gästen der Gin-Verkostung.

Von Begemann und seinen beiden Söhnen lernen die Gin-Neugierigen an diesem Tag unter anderem, dass der Gin aus lippischer Fertigung, der „BeGINMan" doppelt gebrannt und durch besondere Kühlung äußerst klar wird. „Darum füllen wir ihn auch in die hellen Flaschen", sagt Begemann. Weniger aufwendig produzierte Gins gibt es häufig in farbigen Flaschen – „die sind nicht schlecht, aber eben nicht ganz so klar", sagt Begemann.

Auch in Lemgo steht Gin hoch im Kurs. Studenten der Technischen Hochschule haben dort eine Radiosendung entwickelt, die sich dem Thema widmet.

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