Dörentrup. In der Gemeinde Dörentrup werden derzeit 251 ausländische Flüchtlinge aus 24 Ländern betreut. Darüber hat Antje Schake, Leiterin des Fachbereichs Ordnung und Soziales, die Mitglieder des Sozialausschusses jüngst informiert. Von den 251 Flüchtlingen seien 103 aus der Ukraine, davon würden 43 Personen in privaten Wohnungen leben. Weitere 65 Menschen seien anerkannt und beziehen daher Leistungen aus dem zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II). Von den restlichen 83 Personen seien 36 geduldet und 47 befinden sich im laufenden Verfahren, erhalten somit Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Die Unterbringung der Menschen erfolge in zehn Häusern der Gemeinde Dörentrup und drei angemieteten Objekten. Unter den Geflüchteten seien 29 Kinder, die alle die Schule besuchen. Quote noch nicht erfüllt Laut Mitteilung der Bezirksregierung Arnsberg vom 31. März liege die Erfüllungsquote nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz in Dörentrup damit bei 87,84 Prozent. Das entspreche einer weiteren Aufnahmeverpflichtung von 19 Menschen. Die Erfüllungsquote nach dem Aufenthaltsgesetz liege bei 67,08 Prozent, was einer Aufnahmeverpflichtung von 46 Personen entspreche. „Aber die Zahlen ändern sich ständig“, so Schake. So seien allein in diesem Jahr bereits 52 Personen nach Dörentrup gekommen, davon 36 aus der Ukraine und 12 aus Syrien. Zum Vergleich: „Im ganzen vergangenen Jahr kamen etwas mehr als 100 Flüchtlinge“, sagte die Fachbereichsleiterin. „Das hat uns schon vor Probleme bei der Unterbringung gestellt.“ Sie habe daher einen kurzfristigen Aufnahmestopp bei der Bezirksregierung Arnsberg bis zum 26. Mai erwirkt. In Dörentrup, der bevölkerungsärmsten Kommune Lippes, leben rund 7600 Menschen.