Dörentrup-Sibbentrup. An der Kreisstraße 59 im Dörentruper Ortsteil Sibbentrup werden derzeit neue Durchlassrohre unter der Straße verlegt, um Umgebungswasser staufrei in ein Rückhaltebecken abzuleiten. Bei der turnusmäßigen Überprüfung der bisher verwendeten Betonrohre waren nach Angaben des Kreises Lippe an vier Rohren Schäden festgestellt worden. Besorgniserregende Anwohnerinformtion Die im Vorfeld dieser Arbeiten von der Baufirma verschickte Anwohner-Information sorgte bei einem Sibbentruper Bürger für Besorgnis. Er hatte sich über die Aussage gewundert, dass „das Material zu Verunreinigungen und Beschädigungen von Reifen, den Fahrzeugen selbst und Oberflächen aller Art“ führen könne. „Welche Chemikalie wird hier benutzt“, fragte sich der Sibbentruper. Seine Sorge galt auch Fußgängern, die diesen derzeit mit einem „Durchfahrt verboten“-Schild gesperrten Bereich dennoch betreten dürfen und als Ortsfremde wahrscheinlich nicht über die vermutete Gefährlichkeit des Stoffes informiert wurden. Außerdem fragte er sich, warum derselbe Straßenabschnitt im Bereich des Hauses Sibbentrup 10 bereits im August begonnen, dann abgebrochen, die Asphaltschicht wieder hergestellt und nun erneut eröffnet worden sei. Der Mann wandte sich mit diesen Anliegen an die LZ-Redaktion. Die Antwort der bauausführenden Firma Eiffage kam umgehend. Der Polier der Baufirma, Artur Mayer, erklärte, dass es sich bei dem vor der Asphaltierung zum Einsatz kommenden Mittel um einen Kleber handele. Dieser würde im Straßenbau standardmäßig verwendet, um die Trageschicht mit der Deckschicht, dem Asphalt, zu verbinden: „Dieser Kleber wird erst kurz vor Beendigung der Baumaßnahme aufgetragen. Die Beeinträchtigung besteht maximal einen Tag“. Es fehlte der Platz Zu dem erneuten Arbeitseinsatz im Bereich Sibbentrup 10 erklärte die Pressestelle des Kreises Lippe: „Der zurzeit im Bau befindliche Querdurchlass sollte gemäß der ursprünglichen Planung von einem Innendurchmesser von 800 Millimeter auf 1400 Millimeter vergrößert werden. Bei den Bauarbeiten im August stellte sich allerdings heraus, dass für den größeren Querdurchlass nicht genug Platz vorhanden war, da sowohl unter als auch über der Verrohrung Versorgungsleitungen liegen. Im Vorfeld von einer solchen Maßnahme werden zwar Leitungspläne von den Ver- und Entsorgungsunternehmen angefordert. Es kommt aber vor, dass dort genaue Höhenangaben fehlen, so dass im konkreten Fall erst in der Bauphase die genaue Lage der Leitungen ermittelt werden konnte. Die Planung für den Durchlass musste somit noch einmal angepasst werden“. Um die Beeinträchtigung für den Verkehr möglichst gering zu halten, sei die Baugrube in der Straße zunächst wieder geschlossen und die Kreisstraße für den Verkehr freigegeben worden. Die Arbeiten würden aber zum geplanten Fertigstellungstermin am 27. November beendet sein. Dies bestätigte auch die bauausführende Firma.