Vor 33 Jahren hat die Kälte etliche Hektar Wald um die Burg Sternberg zerstört

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Vorher-Nachher-Vergleich: Ein Bild vom Waldareal Schanzenberg in der Nähe der Burg Sternberg, unterhalb der „Po-lackenschanze" in Blickrichtung Norden, von 1988 zeigt das Ausmaß der Zerstörung.  - © Forstbetrieb Arnt Schake
Vorher-Nachher-Vergleich: Ein Bild vom Waldareal Schanzenberg in der Nähe der Burg Sternberg, unterhalb der „Po-lackenschanze" in Blickrichtung Norden, von 1988 zeigt das Ausmaß der Zerstörung.  (© Forstbetrieb Arnt Schake)

Extertal-Linderhofe. Das Jahr 1988 wird noch lange in Erinnerung bleiben. Damals hat ein Eisbruch insgesamt rund 80 Hektar Wald zerstört hat. Auch ein Teil der Wälder des Landesverbandes waren betroffen. Ein Besuch in den Wäldern rund um die Burg Sternberg zeigt, dass sich das Gebiet 33 Jahre später,weitestgehend erholt hat. „Die Spuren der Katastrophe sind zwischen den neuen Bäumen verschwunden", erklärt der Landesverband in einer Mitteilung.

Eisige Kälte, nasser Schnee, das Wetterphänomen gepaart mit Windstille wurde den Bäumen zum Verhängnis. Insgesamt wurden 70 bis 80 Hektar Wald durch das Winterwetter zerstört. Besonders die vielen Einzelbrüche trugen zu dem hohen Verlust bei. Waldareale an der Burg Sternberg waren besonders betroffen. Am 1. Dezember 1988 sammelte sich auf den Bäumen so viel Gewicht an Eis, dass die Äste und Wurzeln dem nicht mehr standhalten konnten. Fotos von damals zeigen das gesamte Ausmaß der Katastrophe. Heute erinnerten nur noch grüne Mooshügel auf den Wurzeltellern an den Verlust der Bäume.

Die Bäume konnten das Eis nicht mehr tragen

Vorher-Nachher-Vergleich: Ein Bild vom Waldareal Schanzenberg in der Nähe der Burg Sternberg, unterhalb der „Po-lackenschanze" in Blickrichtung Norden, von 1988 zeigt das Ausmaß der Zerstörung. Heute erinnern nur noch die mit Moos bedeckten Flächen an die Bäume, die dort einst gestanden haben. Das Gebiet hat sich weitestgehend regeneriert.  - © Landesverband Lippe
Vorher-Nachher-Vergleich: Ein Bild vom Waldareal Schanzenberg in der Nähe der Burg Sternberg, unterhalb der „Po-lackenschanze" in Blickrichtung Norden, von 1988 zeigt das Ausmaß der Zerstörung. Heute erinnern nur noch die mit Moos bedeckten Flächen an die Bäume, die dort einst gestanden haben. Das Gebiet hat sich weitestgehend regeneriert.  (© Landesverband Lippe)

In der Regel sei Nadelholz anfälliger für Eisbruch, es biete dem Eis mehr Angriffsfläche als die kahlen Laubbäume es tun. Im Jahr 1988 jedoch war auch das blätterlose Laubholz nicht vor dem Phänomen gefeit. Ein Baum nach dem anderen ist gekippt, weil er die Masse an Eis nicht mehr tragen konnte. Förster Christopher Kroos bezeichnet den Vorfall von damals als Dominoeffekt: „Ist einer gefallen, sind alle gefallen. Dabei waren das allesamt gesunde Bäume, keiner davon hatte schon vorher an Stabilität verloren." Um keine Wanderer und Spaziergänger zu gefährden, musste das betroffene Gebiet gesperrt werden. Die Aufräumarbeiten haben bis Ostern 1989 angehalten.

Um Vorfälle wie diesen vorzubeugen, betreiben Förster Präventionsmaßnahmen. „Die Krone eines Baumes ist der Spiegel seiner Wurzeln", erklärt Kroos, „Je größer die Krone ist, desto stabiler steht der Baum im Boden." Anfällig für solche Phänomene sind auch Monokulturen; damals nach dem Zweiten Weltkrieg wurden vorwiegend Fichten gepflanzt, um dem Bedürfnis nach Holz schnellstmöglich nachzukommen. Durch den Eisbruch sei nun ein schöner Mischwald entstanden. „Jede Katastrophe hat auch die Chance zum Wandel", resümiert Kroos. Mit dem neuen Bestand im Wald zeigt der Förster sich zufrieden.

Grund zur Sorge, dass der Wintereinbrüche, wie der vor ein paar Tagen, den Bäumen abermals zum Verhängnis werden könnte, bestehe nicht. Trockener Schnee bilde er keine undurchdringbare Eisschicht auf den Ästen, wie es 1988 der Fall war.

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