Missbrauchsverdacht: Mutter bleibt nach Haftprüfung im Gefängnis

Erol Kamisli

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Das Amtsgericht Detmold hat eine vorzeitige Entlassung der Mutter abgelehnt. - © Bernhard Preuss
Das Amtsgericht Detmold hat eine vorzeitige Entlassung der Mutter abgelehnt. (© Bernhard Preuss)

Horn-Bad Meinberg. Im Fall des Elternpaares aus Horn-Bad Meinberg, das wegen des mutmaßlichen 60-fachen Missbrauchs einer Tochter in Untersuchungshaft sitzt, hat das Detmolder Amtsgericht eine vorzeitige Entlassung der Mutter abgelehnt. Die 38-Jährige, die an 20 Übergriffen beteiligt gewesen sein soll, bleibt somit weiter im Gefängnis. Die zweifache Mutter, sitzt seit Mitte März in U-Haft.

Gemeinsam mit ihrem 51-jährigen Ehemann, dem Stiefvater des Mädchens, soll sie die heute 14-Jährige seit längerem sexuell missbraucht haben. „Meine Mandantin hat umfangreiche Angaben gemacht, aber die Ermittlungsrichterin hat eine Entlassung bis zum Prozess abgelehnt", sagt ihre Rechtsanwältin Deborah Weinert. Dies bestätigt Staatsanwältin Johanna Dämmig.

Der mutmaßliche Missbrauch sei aufgeflogen, da die Mutter einem Bekannten gegenüber Anspielungen gemacht haben soll. Der Mann habe den Verdacht direkt an die Behörden weitergegeben. Nur wenige Stunden später seien der Stiefvater und die leibliche Mutter der Geschädigten getrennt voneinander vernommen worden. Der Verdacht erhärtete sich, nur 24 Stunden später wurde das Paar dem Haftrichter vorgeführt worden. Seitdem sitzen die Eltern in U-Haft. Beide sollen Täter sein, lautet der Vorwurf der Detmolder Staatsanwaltschaft. Derzeit würden zahlreiche Datenträger ausgewertet.

Der Kreis Lippe hat das mutmaßliche Opfer und seine jüngere Schwester in Obhut genommen. Die Übergriffe sollen sich nur gegen die ältere Tochter gerichtet haben.

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