Horn-Bad Meinberg. Donnerstagabend hätte im Rahmen des Bürgerdialogs eine öffentliche Versammlung stattfinden sollen, auf der die bisherigen Ergebnisse präsentiert und diskutiert werden sollten. Die fällt dem Coronavirus zum Opfer – ein neuer Termin ist für Juni avisiert. Unterdessen bemühen sich die Stadtteilmoderatoren, den Bürgerdialog virtuell am Laufen zu halten. „Ohne Sie hätten wir nicht erreicht, was alles in Bewegung gekommen ist", lobt Stadtteilmoderator Marc Wübbenhorst das bisherige engagierte Mitwirken der Bürger. Leider funktioniere derzeit der Austausch nicht wie gedacht, aber: „Wir suchen nach alternativen Austauschformaten", schreibt er in einer Pressemitteilung. Nachdem die Bürgerschaft ihrer Wut über die Zustände in der Altstadt Horn in zwei öffentlichen Sitzungen Luft machte, habe man ein Format finden müssen, um zu verstehen, worum es den Bürgern gehe. Der Bürgerdialog sei ohne Vorgaben gestartet, um den Vorstellungen der Beteiligten gerecht zu werden und detaillierte Informationen zu bekommen. Fünf Themenkreise haben sich gebildet: Immobilien und Stadtentwicklung, Ordnung und Sicherheit, Angebote für die Bürgerschaft sowie KiTa und Schule und neu Jugend. „So ist es möglich, auch Probleme zu diskutieren, die bisher nicht behandelt wurden", so Wübbenhorst. Das Instrument Bürgerdialog wird fortlaufend weiterentwickelt. „Es ist vollkommen klar, dass die ersten Planungen nicht immer in die richtige Richtung liefen und dass so manche Idee von den Ereignissen überholt wurde", so Wübbenhorst rückblickend. Dadurch seien einige Vorhaben nicht reibungslos gelaufen und abgearbeitet worden. "Transparenz und Klarheit" Die Lehre daraus lautet, dass Transparenz und Klarheit das Gebot der Zusammenarbeit sind. Strukturen seien neu geordnet, Ziele und deren Umsetzung klar voneinander getrennt worden. So sei die Stadtentwicklungsgesellschaft kein Ziel, sondern ein Werkzeug für den Umgang mit Problemimmobilien. Im Organisationsteam gebe es klare Aufgabenverteilungen. Die inhaltliche Arbeit laufe in den Kleingruppen, Berichte, Voten und Aufträge würden in der Großgruppe bearbeitet. Als Koordinator des Bürgerdialogs steht der Leiter des Sozialdienstes, Heinz Blome, zur Verfügung. Der Steuerungsgruppe aus Vertretern der Bürgerschaft gehören bislang Gerhard Strohmeier und Klaus Betke an. Der derzeitige Bürgerdialog soll nach den Sommerferien 2021 beendet sein und dann in ein dauerhaftes Instrument der Bürgerbeteiligung überführt werden. „Mit gemeinsamer Arbeit zeigen wir: Es lohnt sich, das persönliche Lebensumfeld zu gestalten."