Horn-Bad Meinberg. Einen „schockierenden Fall dreister Natur- und Umweltverschmutzung“ sowie Sachbeschädigung beklagt der Landesverband Lippe: Der Harvester eines Unternehmers, der mit Forstarbeiten im Wald beauftragt war, ist am Sonntagabend vermutlich in Brand gesetzt worden. Die Forstmaschine brannte komplett aus, wie der Landesverband in einer Pressemitteilung schreibt. Die Polizei gehe von Brandstiftung aus und bittet um sachdienliche Hinweise.
„Wir sind entsetzt! Wenn ein Naturschutzgebiet wissentlich und offenbar vorsätzlich geschädigt und das Eigentum anderer Menschen zerstört wird, ist das eine Straftat. Da wurden Grenzen überschritten und einem jungen Unternehmer ein Riesenschaden zugefügt“, sagt Jörg Düning-Gast, Verbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe. Der Harvester war im Landesverbandswald in der Nähe des Eichenweges im Horn-Bad Meinberger Ortsteil Leopoldstal abgestellt, ein Areal, das als Naturschutz- und Wasserschutzgebiet ausgewiesen ist.
„Dieselkraftstoff und Hydrauliköl sind ausgelaufen und haben den Waldboden verseucht, die Rückstände des verbrannten Materials sind ebenfalls giftig für Boden, Pflanzen und Tiere. Hier wurden mutwillig das Naturschutzgebiet geschädigt und das Wasservorkommen verunreinigt, das verurteilen wir aufs Schärfste.“
Hinzu komme, dass das Eigentum des Unternehmers offensichtlich vorsätzlich beschädigt wurde: „Die Maschine ist Schrott. Die Ressourcen, die eingesetzt wurden, um den Harvester herzustellen, sind vergeudet, eine neue Maschine muss nun bestellt werden. Nachhaltigkeit geht anders“, so Dünning-Gast.
Zeugen, die zur Aufklärung dieser Straftat beitragen können, werden gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 1 der Kreispolizeibehörde Lippe unter Tel. (05231) 6090 zu melden.