Die Mitglieder des Luftsportvereins Egge sind nach der Winterpause hungrig auf Höhe

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1. Nico wartet entspannt auf den Start in den blauen ostwestfälischen Himmel über Vinsebeck. - © LSV Egge e.V.
1. Nico wartet entspannt auf den Start in den blauen ostwestfälischen Himmel über Vinsebeck. (© LSV Egge e.V.)

Horn-Bad Meinberg/Steinheim-Vinsebeck. Den „Tag der offenen Tür" im Juni hat der Luftsportverein Egge in Vinsebeck bei Horn-Bad Meinberg bereits abgesagt. Eine weitere Annullierung aufgrund der Coronavirus-Krise. Dennoch: Den Saisonbeginn konnte der Luftsportverein jüngst immerhin vermelden. Durch die beginnenden Lockerungen waren erste „Checkflüge" nach der Winterpause möglich, schreibt der Klub.

„Es versprach, ein warmer und sonniger Wochenendtag zu werden – reichlich Sonnencreme wurde aufgetragen", erinnern sich die Verantwortlichen an den verspäteten Saisonstart auf dem Frankenberg in Vinsebeck.

Pilot Marc besetzte die Seilwinde, mit der die Segelflugzeuge in den Himmel gestartet werden. Lumis fuhr den „Leppo". So wird der Wagen genannt, mit dem die Seile von der Seilwinde zum Startplatz gezogen werden. Vier Fluglehrer waren ebenfalls mit von der Partie, so dass flott mit den jährlichen Checkflügen begonnen werden konnte.

Endlich wieder "Höhe"

Das Ergebnis: Die während der Winterzeit gewartete und geprüfte Technik funktionierte perfekt. „Sicherheit ist das oberste Gebot in der Fliegerei", wird Kai Hoschke in der Pressemitteilung zitiert. Er ist im Vorstand für die Finanzen zuständig ist. „Über Abstandsregeln, Mundschutz, Desinfektion und die Beachtung der weiteren Regeln wurden die Mitglieder vorab schriftlich und heute vor Beginn des Tages erneut informiert."

Nach den Checkflügen zum Start konnten Piloten mit Luftfahrerschein mit einsitzigen Flugzeugen Thermik-Flüge bis zu etwa einer Stunde genießen. „Der Andrang war so groß, dass wir darauf achten mussten, dass alle in die Luft konnten", heißt es weiter. Insgesamt kamen bei etwa 40 Starts „nur" etwa zwölf Stunden Flugzeit zusammen.

Nachdem die ersten fliegerischen Bedürfnisse des Jahres befriedigt waren, trafen sich die Akteure zur Nachbesprechung auf Abstand. Dabei wurde auch thematisiert, dass der für Ende Juni vorgesehene „Tag der offenen Tür" nicht möglich sein wird. Sonst zieht die beliebte Veranstaltung stets Hunderte Besucher auf den Frankenberg. Neben der Besichtigung des Flugplatzes und der Präsentation der Flugzeuge seien Gastflüge mit erfahrenen Piloten für viele der Höhepunkt dieses Tages.

Doch aktuell sei unklar, wann die Corona-Lage unbedenkliche und unbeschwerte Flüge mit vollem Genuss zulasse, auch wann das Land NRW Gastflüge gestatte. „Daher haben wir uns schweren Herzens entschlossen, die beliebte Veranstaltung bereits jetzt abzusagen." Die Hoffnungen ruhen demzufolge schon jetzt auf dem Sommer 2021.

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