Horn-Bad Meinberg. Vor rund 775 Jahren wurde die Stadt Horn gegründet - das belegt eine Urkunde. Die LZ nimmt das runde Datum zum Anlass, einen Blick zurück zu werfen, und zwar mit Hilfe von Exponaten aus dem Burgmuseum Horn. In einer losen Folge werden diese und ihre Verbindung zur langen Stadtgeschichte vorgestellt. Ein genaues Gründungsdatum ist nicht bekannt. Horn war um 1160 eine kleine bäuerliche Ansiedlung, wie der Historiker Roland Linde in der Broschüre „Burg Horn“ im Rahmen der Reihe Lippische Kulturlandschaften, herausgegeben vom Lippischen Heimatbund, ausführt. Die verkehrsgünstige Lage war für Bernhard III. zur Lippe (1230-1264/65) wohl ausschlaggebend für die Gründung der Stadt. Wie sie früher mal aussah? Das zeigt eine Stadtansicht. Der Künstler Karl Henkel zeichnete Horn im Jahr 1620 nach einem Kupferstich aus dem 17. Jahrhundert - die wichtigsten Bauten sind gut zu erkennen. Auf einen Fehler macht Anne Oelers-Albertin, Vorsitzende des Heimatvereins Horn, jedoch aufmerksam. Sichtbar ist auch ein Turm, der sei jedoch erst im Jahr 1669 angebaut worden. Nach Angaben der Historiker Frank Huismann und Roland Linde hatte der Stadtherr die Burg anlegen lassen, um von ihr zu profitieren. Damit der Ort besiedelt wurde, versprach er dem Menschen Selbstverwaltung und persönliche Freiheit. Das bezeugte das Rathaus, das im wirtschaftlichen Zentrum errichtet wurde. Die Bewohner gehörten gleichzeitig einer religiösen Gemeinde an - wofür die Kirche steht, die älter als die Stadt ist. Begrenzt wurde Horn von einer drei Meter hohen Stadtmauer. Nur durch eines der Tore gelangten Menschen in die Stadt. Diese dienten gleichzeitig als Türme bei der Verteidigung der Stadt. Zur zusätzlichen Sicherung wurden weitere Wehrtürme in die Stadtmauer integriert. Teilstücke der Mauer sind bis heute erhalten sowie einer der Stadttürme, die Malzdarre, auch Eulenturm genannt.