Horn-Bad Meinberg. Im Doppelpack-Konzert hat Ensembleleiter Tobias Richter die „Brick Town Big Band“ und den Show-Chor „Groophonik“ im Kurtheater mit einem abwechslungsreichen Programm vereint, das rund 350 Gäste begeistert hat. Die „Brick Town Big Band“ steht für fetzige Klänge und satten Sound. Seit 2010 präsentiert sie über die Stadtgrenzen hinaus die Musikschule Lage mit einem weit gefächerten Big-Band-Programm. Da Richter die Leitung des Ensembles aus beruflichen Gründen aufgeben muss, befindet sich die Band in ihrer aktuellen Besetzung aktuell auf Abschiedstour. Rhythmisch punktgenau erklang das Instrumentalstück „Pink Panther“ von Henry Mancini mit einem erdigen Solo des Saxophons. Im Marsch „American Patrol“, den Glenn Miller 1942 als Swing Version arrangierte, gelang dem 20-köpfigen Ensemble mit Trompeten, Posaunen, Saxofonen, Keyboard, E-Gitarre, Drums und Tobias Richter am E-Bass jeder Episodenwechsel. Dem Song „Jump“ verlieh Volker Zippel als Sänger stimmlichen Glanz und „Feel Good“ intonierte Annika Richtsmeier. Im weichen Bläsersatz und einem Trompetensolo, das zur Gitarre wechselte, erklang der Song „Isn`t she lovely“, den Stevie Wonder 1976 schrieb. Soloeinlagen zeigen virtuoses Können Eine beeindruckende Klanglawine leitete die Filmmusik „Children of Sachez“ des US-Amerikaners Chuck Mangione ein, in der ein galantes Trompetensolo erklang, das die Saxofone fortführten. Im Bluesschema des Songs „Go daddy-O“, den Scotti Morris schrieb, zeigten viele Musiker in Soloeinlagen ihr virtuoses Können. Der Klassiker der Rockmusik „Music“ von John Miles aus dem Jahr 1976 verband in unterschiedlichen Versionen beide Ensembles. Als Zugabe schuf „Ease on Down the Road“ von Charlie Smalls einen prägnanten und fesselnden Ausklang, der alle Gäste zum Mitklatschen brachte. Mit einem unverwechselbaren Vokalklang beeindruckten die rund 25 Choristen von „Groophonik“. Auch dieses Ensemble wurde 2010 von Richter ins Leben gerufen und hat seitdem viele Heim-und Auswärtsspiele bis hin zu Fernsehauftritten bestritten. Perfekt abgestimmte energiegeladene Grooves brachten dem Chor den Titel „Meisterchor – Sing & Swing“ des Deutschen Chorverbandes ein. Beim 90er-Medley klatscht das Publikum mit Der Titel „Let me entertain you“ eröffnete den zweiten Konzertteil. Den ermutigenden Song „Don`t give up“ meisterten die Sängerinnen und Sänger in der 13-stimmigen Bearbeitung, die Jens Johansen für seinen dänischen A Cappella Chor „Vocal Line“ schrieb. Ein Tanzfilmmusik-Medley erhielt mit Beat-Boxing von Tobias Richter viel Drive. „Sound of Silence“ intonierten nur die Frauen, denen Annieke Radtke mit einem schönen Solo den Weg bereitete. Den Song „Born this Way“ von Lady Gaga bereicherte Manfred Willenberg-Struck mit einer Rap-Einlage. Im eigenen Arrangement von Richter erfreute der Grönemeyer-Song „Der Weg“, den Daniel Dörr und Jonathan Schober solistischen Glanz schenkten. Voller Elan und Emotionen entlockte Richter dem Chor schönste Klangfarben. Ein 90er-Medley brachte die Zuschauer zum Mitklatschen und beim Song „Can`t help falling in Love“, den Elvis Presley 1961 im Film „Blue Hawaii“ sang, legten die Sänger die Mikros beiseite und bewiesen, dass sie auch unplugged was drauf haben.