Horn-Bad Meinberg. Ursprünglich sollte das Fachmarktzentrum an der Horner Kampstraße 2023 bezugsfertig sein. Nach diversen Hindernissen wie Klagen, wiederholten Baustopps und einem angepassten Bebauungsplan steht es nun kurz vor seiner Fertigstellung - wenn auch mit anderen Fachmärkten als ursprünglich geplant. Als erster Markt auf dem Gelände hat die niederländische Sonderposten-Kette „Action“ um Ostern ihre Filiale eröffnet. Seit Montag haben auch Aldi und Rossmann geöffnet. Am bisherigen Standort jenseits des Hessenrings hatte Rossmann per Werbebanner seine Kunden über die Neueröffnung im Fachmarktzentrum informiert. Für den Aldi-Markt wirbt die Pressestelle von Aldi-Nord für den neuen Markt: Man vergrößere sich am neuen Standort von bisher 800 Quadratmetern auf 1041 Quadratmeter. Außerdem komme das neue Gebäude dank der PV-Anlage auf dem Dach und einer Wärmerückgewinnungsanlage bei den Kühltheken ohne fossile Brennstoffe aus, wirbt die Aldi-Pressestelle. Lidl will im September öffnen Die Lidl-Pressestelle verspricht - genau wie Aldi - breitere Gänge und ein Frischesortiment. Außerdem teilt sie mit, dass der Lidl auf dem Gelände nach aktuellem Planungsstand im September eröffnen werde. „Der aktuelle Stand zum Fachmarktzentrum ist aus Sicht der Stadt gut“, erklärt Pressesprecher Sebastian Vogt auf LZ-Anfrage. „Verkehrlich sind bisher noch keine Probleme aufgefallen oder gemeldet worden.“ Wobei man da womöglich nochmal genau schauen müsse, wenn wirklich alle Märkte in Betrieb seien, gibt er zu. Anwohner stellt Verkehrszunahme fest Carsten Aust, Sprecher der Ratsfraktion der Grünen, wohnt in der Nachbarschaft. In den gut zwei Monaten, in denen die Action-Filiale nun schon geöffnet hat, hat er eine Zunahme des Verkehrs in der Kampstraße festgestellt. Besonders zum Ende der Woche kämen die Action-Kunden, sagt er. „Ich habe da durchaus Befürchtungen, wie es werden könnte, wenn alle Märkte geöffnet haben.“ Durch die großen Blumenkästen auf der Kampstraße und am Straßenrand parkende Autos sei teilweise sehr wenig Platz zum Manövrieren. Er habe deshalb Politik und Stadtverwaltung jüngst darauf hingewiesen, die Verkehrssituation rechtzeitig im Blick zu haben. „Denkt bitte auch an die Radfahrer, die die Kampstraße nutzen, um auf direktem Weg aus der Stadt zum Bahnhof zu fahren“, appelliert er. Welche Maßnahme letztlich helfen könnte, weiß Aust auch nicht. „Vielleicht ein Parkverbot - aber dann springen einem die Anwohner ins Gesicht. Vielleicht nur auf einer Straßenseite?“, sinniert er. „Aber ich bin ja kein Verkehrsplaner. Und es ist ja auch kein Geheimnis, dass wir Grüne das ganze Projekt abgelehnt haben.“ Der Fachmarktzentrum-Investor „halsdorfer + ingenieure“ hat sich auf eine LZ-Anfrage hin nicht geäußert.