Horn-Bad Meinberg. Mehrmals im Jahr kann es in bestimmten Wohnungen klingeln - dann stehen Vertreter des Kreises Lippe und der Stadt vor der Tür. Diese kontrollieren, ob hier alles rechtmäßig zugeht. Im November seien drei Immobilien besucht worden, erläuterte der städtische Pressesprecher Sebastian Vogt auf Nachfrage. Es gehe dabei unter anderem um potenzielle Meldeverstöße. Handelt es sich um zugezogene Familien aus einem anderen Land, sind auch Übersetzer dabei. Dabei werden die Personalien der Mieter überprüft und ob diese beim Einwohnermeldeamt gemeldet sind. Teilweise leben dauerhaft mehr Menschen in einer Wohnung. Auch wird geschaut, ob Kinder vor Ort sind, die eigentlich in der Schule sein müssten. Des Weiteren werden bauliche Mängel geprüft. Oder die Mitarbeiter von Ordnungsamt und Ausländerbehörde schauen nach Müllablagerungen. Gefährlich wäre auch, wenn Geräte zum Heizen genutzt werden, die nur für draußen erlaubt sind. Stadt kann Bußgeldverfahren in Gang bringen Alles wird nach Angaben der Stadt protokolliert und die beiden Behörden verfolgen die jeweiligen Missstände in eigener Zuständigkeit, was auch bedeuten kann, dass nachkontrolliert wird. „Denn man muss nachweisen, ob sich Personen dort länger aufhalten“, sagt Vogt. Bei baulichen Mängeln komme der Vermieter ins Spiel und werde informiert. Wohnen mehr Personen in einer Wohnung als gemeldet, kann die Stadt ein Bußgeldverfahren in Gang bringen. Manche Räumlichkeiten entsprächen nicht gängigen Wohnstandards, resümierte Bürgermeister Michael Ruttner, der erstmalig dabei war. Aber so gravierend seien die Probleme nicht mehr.