Solaranlage brennt auf Turnhalle in Langenholzhausen

Till Brand

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Eine Photovoltaik-Anlage hat in Kalletal Feuer gefangen. - © Feuerwehr Kalletal
Eine Photovoltaik-Anlage hat in Kalletal Feuer gefangen. (© Feuerwehr Kalletal)

Kalletal-Langenholzhausen. Nur knapp am Großbrand vorbei: Vermutlich aufgrund eines Defekts hat die Photovoltaik-Anlage auf der Turnhalle im Kalletaler Ortsteil Langenholzhausen am Donnerstagmittag Feuer gefangen. Hätten Hausmeister Dirk Frevert, Passanten und Mitarbeiter der benachbarten Praxis den Rauch nicht früh aufsteigen sehen und die "112" gewählt, hätte das gesamte Dach in Flammen gestanden. So zumindest die Einschätzung des Sprechers der Kalletaler Feuerwehr, Horst Brinkmann.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, brannten einige Elemente der Solaranlage schon lichterloh. Die Flammen hatten bereits auf die Teerpappe, mit der das Dach gedeckt ist, übergegriffen. "Aus sicherer Entfernung", wie Horst Brinkmann sagt, spritzten die Wehrleute reichlich Wasser auf den Brandherd. Denn: Aus Sicherheitsgründen musste die Photovoltaik für weitere Maßnahmen zunächst vom Netz genommen werden.

Der Strom wurde für den gesamten Gebäudekomplex abgeklemmt, unter anderem um das Dach mit Hilfe einer Wärmebild-Kamera auf Glutnester zu untersuchen. Auch der Drehleiter-Wagen aus Rinteln rückte an. Vom Stromausfall betroffen waren neben der Turnhalle selbst unter anderem die Praxis Bittscheidt, aus der ebenfalls Alarm geschlagen worden war, die Arbeiterwohlfahrt und eine weitere Praxis. Nach den Löscharbeiten ließ Einsatzleiter Arnd Plettemeier den Strom mit Ausnahme der Sporthalle selbst wieder einschalten. Hier muss zunächst der Elektriker kommen.

Mit einer langen Ausfallzeit für die Turnhalle rechnen Feuerwehr und Bürgermeister nicht, da der Brand noch rechtzeitig gestoppt werden konnte. Installiert worden war die Solaranlage auf dem Dach 2011, im Zuge der Sanierung der Turnhalle. Noch am Donnerstag sollten Elektriker und Dachdecker anrücken, um die defekten Solarplatten zu entfernen und die kaputten Teerpappen zu ersetzen, um das Dach wieder dicht zu bekommen. Zur Schadenshöhe wollte Feuerwehrsprecher Horst Brinkmann keine Schätzung wagen.

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