Bad Salzuflen. Drei Tage haben Melanie Wöllner und ihr Team hinter sich, die „schlimmer nicht sein können". Seit 13 Jahren organisiert Wöllner die Jobmesse, die jährlich Tausende Besucher anzieht. Mehr als 220 Unternehmen wollten dabei sein, die Absage kam am Dienstag, als die ersten Messebauer quasi schon vor Ort waren. Die Firmenchefin sieht Fehler seitens der Behörden. „Ich habe Montag noch von einer Mitarbeiterin des Kreises die Antwort bekommen, dass die Messe nicht abgesagt werden muss", sagt Wöllner. Weil sich die Lage weiter zuspitzte, habe sie immer wieder versucht, jemanden vom Kreis, Gesundheitsamt oder der Stadt zu erreichen. „Keiner hat mich zurückgerufen, ich habe heute in Bad Salzuflen angerufen und es wurde ein mündliches Verbot ausgesprochen. Schriftlich habe ich nichts in der Hand."Jetzt ist der Schaden groß. Wöllner hat diverse Rechnungen , die Aussteller haben die Standgebühr bezahlt. Wie das weitergeht, „ist völlig unklar". Ob das Land eintritt, wenn es solch eine Absage verfügt, sei ungewiss. Sie könne deshalb nichts dazu sagen, wie groß der wirtschaftliche Schaden am Ende ist. Aber: „Hätte das Land früher entschieden, hätte man einiges stoppen können." Die Rückmeldungen einiger Unternehmen machten ihr Mut. Den Termin zu verschieben, halte sie für schwierig. Die Prognosen seien eher so, dass sich die Coronagefahr in die Länge ziehe. „Wenn ich dann den Mai gewählt hätte und wieder hätte absagen müssen – das ginge gar nicht." Und eine Jobmesse im Herbst sei nicht zielführend, die Jugendlichen hätten ihre Ausbildungsstellen dann ja bereits. Bleibt nur der Blick aufs nächste Jahr.