"Night of Light": Darum leuchten mehrere Orte in Lippe rot

Raphael Bartling und Seda Hagemann

  • 0
Alarmstufe Rot für Kulturspots. - © Raphael Bartling
Alarmstufe Rot für Kulturspots. (© Raphael Bartling)

Kreis Lippe. Nanu, was ist denn da los? Mit leuchtenden Mahnmalen hat die Veranstaltungsbranche am Montagabend auf ihre Lage in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. Dafür wurden in zahlreichen Städten Bauwerke in rotes Licht getaucht.

In Detmold schmückte sich unter anderem das Landestheater Detmold in Kooperation mit den Vogelsänger Studios aus Lage mit dem roten Scheinwerferlicht. Auch das Sommertheater und der Hermann leuchteten. In Lage war es das Technikum, in Lemgo und Helpup die Kirchtürme, in Bad Salzuflen und Blomberg die Rathäuser. Darüber hinaus erstrahlte das Salzuler Messezentrum sowie die Glashaus-Diskothek. Insgesamt beteiligten sich in Lippe 17 Unternehmen und Institutionen an der Aktion. Mit den Illuminationen soll auf die durch die Coronakrise prekäre Situation in der Kultur- und Veranstaltungsbranche aufmerksam gemacht werden. 

Das Rathaus in Blomberg ist eins von vielen rot beleuchteten Gebäuden am Montagabend - © brink-medien
Das Rathaus in Blomberg ist eins von vielen rot beleuchteten Gebäuden am Montagabend (© brink-medien)

"Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen", hieß es zur Begründung von den Veranstaltern. Deutschlandweit sollten zahlreiche Gebäude angestrahlt werden, in Berlin etwa das Brandenburger Tor.

Auf der Internetseite der Veranstalter waren am Abend zu Beginn der Aktion bundesweit und im angrenzenden Ausland rund 8900 Gebäude verzeichnet, die angestrahlt werden sollten. Knapp 8200 Firmen hatten sich angemeldet. Beteiligen wollten sich unter anderem Betreiber von Eventlocations, Hallen, Kinos und Kleinkunst-Theatern sowie Technikausstatter, Messebauer, Zeltverleiher oder Tagungshotels.

Auch das Technikum in Lage erstrahlte am Montagabend rot leuchtend. - © Henrik Frevert
Auch das Technikum in Lage erstrahlte am Montagabend rot leuchtend. (© Henrik Frevert)

Wegen der behördlichen Auflagen im Zuge der Corona-Krise sei einem riesigen Wirtschaftszweig praktisch über Nacht die Arbeitsgrundlage entzogen worden, hatten die Organisatoren rund um den Essener Eventlocation-Betreiber Tom Koperek im Vorfeld berichtet. Seit Mitte März mache die Veranstaltungswirtschaft quasi keinen Umsatz mehr.

Dagegen setzten die Betroffenen "ein leuchtendes Mahnmal und einen flammenden Appell der Veranstaltungswirtschaft zur Rettung unserer Branche", statt der existierenden Kredit-Programme sei "echte Hilfe" benötigt. Dazu solle ein "Branchendialog mit der Politik" dienen, um gemeinsam einen Weg aus der Krise zu finden.

Empfohlener redaktioneller Inhalt


Wir bieten an dieser Stelle weitere externe Informationen zu dem Artikel an. Mit einem Klick können Sie sich diese anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

Externe Inhalte

Wenn Sie sich externe Inhalte anzeigen lassen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Weitere Hinweise dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Mit Material von dpa

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2021
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare