Ehemalige Freundinnen beschuldigen sich nach Streit an den Externsteinen vor Gericht

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Detmold/Horn Bad Meinberg. Sie waren Freundinnen, doch es kam zum Zerwürfnis und zu Handgreiflichkeiten an den Externsteinen, die in gegenseitigen Schmerzensgeld-Forderungen mündeten. Nun hat das Detmolder Landgericht über die Auseinandersetzung zwischen den beiden Horn-Bad Meinbergerinnen entschieden.

Die Klägerin (49) und die Beklagte (54) begegneten sich im Juli 2017 an dem Naturdenkmal. Die 54-Jährige versuchte, der 49-Jährigen auszuweichen. Als diese jedoch die Andere erblickte, rief sie ihr sinngemäß zu „Komm doch her, wenn du was möchtest". Deshalb ging sie dann doch auf die Klägerin zu und versetzte ihr einen Schlag. Die Klägerin stürzte in einen Graben, was zu einer Verletzung des Sprunggelenks und der Schulter führte sowie zu einer Schmerzensgeldforderung von 6000 Euro und Schadensersatz von 2400 Euro wegen Beschädigung ihrer Brille, physiotherapeutischer Behandlungskosten sowie Reinigungskosten, weil sie wegen der Verletzungen den Haushalt nicht führen konnte.

Da eine Heilung nicht absehbar sei, sollte die Beklagte auch für sturzbedingte zukünftige Schäden einstehen. Das erklärt das Landgericht in einer Pressemitteilung. Dagegen verteidigte sich die Beklagte und wollte Schmerzensgeld, weil sie an psychischen Beeinträchtigungen leide, da ihre frühere Freundin gegenüber Dritten geäußert habe, dass sie – die Beklagte – für sexuelle Abenteuer zu haben sei.

Die Zivilkammer I des Landgerichts verurteilte schließlich die Beklagte zu einem Schmerzensgeld in Höhe von 3000 Euro, denn sie sah es als erwiesen an, dass der Sturz in den Graben zu Verletzungen führte. Zudem sprach die Kammer ihr Schadensersatz in Höhe von rund 500 Euro zu und stellte eine anteilige Haftung der Beklagten (zu zwei Drittel) für zukünftige sturzbedingte Schäden fest.

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