Lesergedicht: Still-Still-Still

Bernd Rosarius

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Bernd Rosarius aus Lage hat das Gedicht der Woche verfasst. Er gehört der Schreibgruppe „Garten der Poesie“ sowie dem Kunst- und Kulturforum „Kaleidoskop Hörste“ an, das Kulturveranstaltungen in dem Luftkurort organisiert. „Wir haben viele Dichter und sehr gute Autoren in unseren Reihen“, berichtet der Lagenser. Zurzeit müsse man leider ohne Veranstaltungen auskommen und widme sich stattdessen der Buchproduktion und Online-Lesungen. Mehr Werke von Bernd Rosarius gibt es auf ?www.versenwelten.de. - © Wolfgang Becker(LZ)
Bernd Rosarius aus Lage hat das Gedicht der Woche verfasst. Er gehört der Schreibgruppe „Garten der Poesie“ sowie dem Kunst- und Kulturforum „Kaleidoskop Hörste“ an, das Kulturveranstaltungen in dem Luftkurort organisiert. „Wir haben viele Dichter und sehr gute Autoren in unseren Reihen“, berichtet der Lagenser. Zurzeit müsse man leider ohne Veranstaltungen auskommen und widme sich stattdessen der Buchproduktion und Online-Lesungen. Mehr Werke von Bernd Rosarius gibt es auf ?www.versenwelten.de. (© Wolfgang Becker(LZ))

Still - still - still
Höre was ich will
In den Bäumen rauscht der Wind
und wir sind mit den Ohren ganz dabei wir Zwei.

Lass des Alltags Müh ‘und Pein abseits sein
nimm ein Atemzug voll Luft
spür den Duft.

Schau nur, wie die Bäume blühen,
sieh nur, wie die Wiesen grünen.
Ergreif das bunte Allerlei
mach dich frei, mach dich frei.

In des Tages Raum und Zeit
steht die Hoffnung fern und weit
Geist und Herz erleiden Schmerz.
Hier im Walde geh zu Werke
hier erhalte Kraft und Stärke.

Still - still - still
weißt du noch nicht was ich will?
Geh spazieren stundenlang
hör die Laute, hör den Klang
hören musst du und auch sehen
lern die Sprache zu verstehen.

Gott wahrhaftig ist Natur
erkenn es nur.
Die Natur mein Freund fürwahr
ist's Mütterchen, das uns gebar
schau ihr standhaft ins Gesicht
und vergiss ihr Antlitz nicht.
Schaue hin erkenn genau
Mütterchen ist alt und grau.

Still - Still - Still
weißt du endlich, was ich will
Beuge dich in deiner Blöße
vor ihrer Stärke, ihrer Größe
Mensch bist du doch arm und klein und allein.
Die Natur, sie hält dich warm
reichst du ihr auch deinen Arm.
Gehe jetzt und denke nach
mit Neubewusstsein in den Tag.

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