Online-Show: Roland Marske unterwegs auf dem „grünen Band“

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Am ehemaligen Grenzübergang Marienborn: Roland Marske. Der Fotograf und Autor war zu Fuß 1400 Kilometer entlang der früheren deutsch-deutschen Grenze unterwegs. - © Rainer Joerger
Am ehemaligen Grenzübergang Marienborn: Roland Marske. Der Fotograf und Autor war zu Fuß 1400 Kilometer entlang der früheren deutsch-deutschen Grenze unterwegs. (© Rainer Joerger)

Kreis Lippe. Die Pandemie nimmt auch dem in Lippe durch seine Diashows sehr bekannten Fotografen Roland Marske die Bühne. „Dennoch möchte ich natürlich meine Bilder zeigen, meine Geschichten erzählen und als Reisender meine Erlebnisse, Abenteuer und Gedanken mit meinen Zuschauern teilen", schreibt er. Das Internet biete den Bühnenkünstlern die Möglichkeiten, das Publikum wenigstens per Online-Streaming zu erreichen.

Am kommenden Wochenende zeigt Roland Marske zwischen Freitag, 19., und Sonntag, 21. Februar, seine neueste Show „Grenzgang: das Grüne Band – eine Deutschlandwanderung an der Grenze, die das Land teilte". Eine „Eintrittskarte" oder eine Anmeldung sind nicht erforderlich, der Zugang zu dem Streaming ist kostenlos.

"Einmaliges Naturerlebnis"

„Grenzgang" erzählt von einer außergewöhnlichen Reise im Sommer, als es Marske nicht möglich war – wie ursprünglich geplant – nach China und Tibet zu reisen. Er habe deswegen in Deutschland „das Abenteuer vor der Haustür" gesucht, berichtet der Autor und Fotograf. „Die Idee geisterte schon lange in meinem Kopf herum. Selbst im Schatten der Grenze, im Berlin des Kalten Krieges aufgewachsen, wollte ich mich zu Fuß, mit Rucksack, Zelt und Kamera auf die Suche nach den Orten machen, an denen man der Geschichte der Teilung, die Teil meiner Geschichte ist, noch lauschen kann." Die 1400 Kilometer lange Wanderung entlang des Grenzverlaufs habe sich als einmaliges Naturerlebnis durch das „wilde Deutschland" entpuppt.

Dabei sei es nicht immer leicht, den Grenzverlauf überhaupt noch auszumachen. „Es ist, sprichwörtlich, Gras darüber gewachsen. Aus dem ehemaligen Todesstreifen ist ein Grünes Band geworden, das heute Deutschlands größtes Naturschutzgebiet ist." Die Wanderung führt über die Berge von Vogtland, Schiefergebirge, Rhön und Harz, durch die Täler der Saale, Werra und Elbe, durchstreift Altmark und Lüneburger Heide, führt vorbei an Burgen, Klöstern und mittelalterlichen Fachwerkstätten und endet schließlich nach 70 Tagen an der Ostsee.

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