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Kreis Lippe

Richtiges Mähen schützt Rehkitz & Co.

Kreis Lippe. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Lippe weist auf die richtige Mähweise von Grünflächen hin und gibt Tipps zum Tier- und Pflanzenschutz. Denn gerade die frühen Mahdtermine fallen in die Brut- und Setzzeit vieler heimischer Wildtiere. Auf die richtige Mähtechnik kommt es an, damit Rehkitz & Co. unversehrt bleiben.

Wiesen, Grünland und Weiden gehören zu den artenreichsten Lebensräumen in Lippe, schreibt der Kreis. Der Lebensraum Wiese könne nur durch regelmäßige Mahd oder Beweidung erhalten werden. Zum Schutz der Tiere verbietet das Landesnaturschutzgesetz, bei der Mahd auf Grünlandflächen ab einem Hektar Größe von außen nach innen zu mähen. So hätten die Tiere keine Möglichkeit zur Flucht. Beim Mähen von innen nach außen hingegen schon. „Die richtige Mahdtechnik schützt die Natur und die Tiere gleichermaßen. Zusätzlich empfehlen wir, weitere Schutzmaßnahmen einzuhalten, wie es bereits in den vergangenen Jahren oft der Fall war“, wird Daniel Telaar, Fachgebietsleitung für Landschaft und Naturhaushalt in einer Pressemitteilung zitiert.

Auch das Absuchen der Flächen am Tag der Mahd mit mehreren Personen und Jagdhunden diene dem Schutz der Tiere. Zunehmend werden auch Drohnen mit Wärmebildkameras zur Wildrettung eingesetzt (die LZ berichtete mehrfach). Auch das Vergrämen mit akustischen Signalen oder durch das Anbringen von Flatterbändern und großen Tüten am Nachmittag vor der Mahd verscheuche viele Wildarten. „Die Lebenschancen vieler pflanzlicher und tierischer Arten werden außerdem durch eine Schnitthöhe von mindestens zehn Zentimetern erheblich verbessert. So bleiben Nester sowie Gelege häufiger unversehrt und Amphibien, Kleinsäuger und Insekten finden besseren Schutz“, heißt es.

Bei Fragen steht die Untere Naturschutzbehörde unter naturschutzbehoerde@kreis-lippe.de per E-Mail oder telefonisch unter (05231) 6277511 zur Verfügung.

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