Grundsteuer-Erklärung: Lippische Finanzämter unterstützen bei der Abgabe

Nico Düllmann

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Bis zum 31. Januar 2023 ist die Grundsteuer-Feststellungserklärung abzugeben. - © Symbolbild: Pixabay
Bis zum 31. Januar 2023 ist die Grundsteuer-Feststellungserklärung abzugeben. (© Symbolbild: Pixabay)

Kreis Lippe. Eigentümer eines Grundstücks oder einer Eigentumswohnung – zum Stichtag 1. Januar 2022 – müssen eine Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts, die sogenannte Feststellungserklärung, abgeben. Die Abgabefrist für die Erklärung verlängerten die Finanzminister der Länder kürzlich bis zum 31. Januar 2023. Einer der Gründe: Nicht einmal jeder dritte Haus- und Wohnungsbesitzer habe die Unterlagen abgegeben.

Dr. Katrin Kirchner, Leiterin des Finanzamts Detmold, und Petra Meier, Leiterin des Finanzamts Lemgo, informieren in einer Pressemitteilung über die häufigsten Fragen. Sie geben Hinweise, worauf Eigentümer bei der Abgabe achten sollten.

Hinweise zur Feststellungserklärung

"Die erste Anlaufstelle, um sich mit der Abgabe der Feststellungserklärung vertraut zu machen, ist unsere digitale Info-Plattform www.grundsteuer.nrw.de", so Dr. Kirchner. Hier finden die Eigentümer Erklär-Videos, ausführliche Klick-für-Klick-Anleitungen sowie Check-Listen, die eine Übersicht der benötigten Daten liefern und Hinweise geben, wo diese zu finden sind.

Die Abgabe der Feststellungserklärung ist über das Online-Finanzamt Elster unter www.elster.de möglich. Ein Vorteil der Abgabe ist die digitale Endkontrolle, die die fertige Erklärung auf Vollständigkeit und Plausibilität überprüft.

Die Abgabe der Feststellungserklärung kann auch über den Elster-Zugang von nahen Angehörigen erfolgen, heißt es in der Pressemitteilung. "Besitzt beispielsweise Ihre Tochter ein Benutzerkonto, können Sie dieses mitnutzen. Auch, wenn Ihre Tochter bereits die eigene Feststellungserklärung über dieses Konto abgegeben hat", ergänzt Frau Meier.

Aktenzeichen angeben

Für die Feststellungserklärung wird das Aktenzeichen benötigt. "In dem individuellen Informationsschreiben, das Eigentümer von Wohngrundstücken von ihrem Finanzamt erhalten haben, finden sie die überwiegenden Angaben für ihre Erklärung", erklärt Dr. Kirchner. Auch das Aktenzeichen ist laut Pressemitteilung dort zu finden. In der Feststellungserklärung ist das die erste Eingabe, die gemacht werden muss. Es ist daher als erstes Aktenzeichen und nicht Steuernummer auszuwählen.

Im Hauptvordruck der Feststellungserklärung ist in Zeile 11 der Anteil, der zur wirtschaftlichen Einheit gehört, mit Zähler und Nenner einzutragen. "Eigentümer tragen hier den Anteil ein, zu dem das Flurstück ihrem Grundstück zuzuordnen ist", erklärt Frau Meier.

Bei Eigentumswohnungen ist in der Zeile 11 der Miteigentumsanteil an dem gemeinschaftlichen Eigentum einzutragen. Dieser ist zum Beispiel im Kaufvertrag oder in der Teilungserklärung zu finden. Zu dem Thema "Gemarkung und Flurstück" stellt die Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen unter www.grundsteuer.nrw.de ein ausführliches Erklär-Video zur Verfügung, das Schritt für Schritt durch das Formular führt und die Eintragungen erklärt.

Angaben zu Eigentumswohnungen

"Eigentümer von Eigentumswohnungen haben uns gefragt, ob in der eigenen Feststellungserklärung auch Angaben zu weiteren Personen erforderlich sind, die eine andere Eigentumswohnung im Haus besitzen", sagen die Finanzamtsleiterinnen. "Das müssen sie nicht. Sie tragen nur die Daten zu ihrem Anteil am Gemeinschaftseigentum und ihrer eigenen Wohnung und, falls vorhanden, den zugehörigen Garagenstellplatz ein."

"Grundsätzlich gilt, dass für jeden Grundbesitz eine Erklärung abzugeben ist – unabhängig davon, ob man ein Infoschreiben erhalten hat oder nicht", berichten Dr. Kirchner und Meier. Wer das Informationsschreiben verlegt oder keines erhalten hat, kann im Grundsteuer-Portal der Finanzverwaltung die Daten zu dem jeweiligen Grundstück in Nordrhein-Westfalen abfragen. Das Grundsteuerportal ist unter www.grundsteuer-geodaten.nrw.de erreichbar.

Für individuelle Rückfragen zur Grundsteuerreform ist das Finanzamt Detmold unter Tel. (05231) 972-1959 und das Finanzamt Lemgo unter (05261) 253-1959 jeweils montags bis freitags zwischen 9 und 18 Uhr erreichbar.

Möglichkeiten der Abgabe

  • Vordrucke online ausfüllen und mit Elster abschicken.
  • Elektronisch über andere Software-Anbieter, die diesen Service anbieten, abgeben.
  • Wenn die Online-Abgabe nicht möglich ist: Papier-Vordrucke ausfüllen und abgeben. Diese sind beim jeweiligen Finanzamt erhältlich.

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