Kreis Lippe. Neun lippische Betriebe und Einrichtungen haben ein Jahr lang Maßnahmen entwickelt, um ihre Umwelt- und Klimabilanz zu verbessern. Bei einer Feierstunde überreichte ihnen Landrat Dr. Axel Lehmann ihre Abschlussurkunden.
62 Einzelmaßnahmen, 1.398.000 Kilowattstunden Strom und Wärme sowie 941 Tonnen CO2 weniger. So laute die Bilanz der dritten „Ökoprofit“-Runde. Neun lippische Betriebe und Einrichtungen hätten ein Jahr lang analysiert, recherchiert und in Workshops gelernt, wie sie Ressourcen im laufenden Betrieb sparen, ihre Betriebskosten senken und die Motivation der Mitarbeitenden fördern könnten. Der Kreis Lippe und die Firma B.A.U.M. Consult hätten die Teilnehmenden dabei eng begleitet. Nach einer Abschlussprüfung, in der das im Jahr Geleistete vorgestellt wurde, bekamen alle Betriebe und Einrichtungen eine Urkunde von Landrat Dr. Axel Lehmann.
„Sie können stolz auf sich sein, dass Sie in einer relativ kurzen Zeit so herausragende Ergebnisse erzielt haben. Der Umgang mit unseren Ressourcen ist wichtiger denn je. Sie sind Vorbilder für die lippische Wirtschaft“, wird der Landrat in einer Mitteilung zitiert. „Der lebendige persönliche Austausch mit Ihnen, Teilnehmenden aus den unterschiedlichsten Branchen und unseren Lenkungskreis-Partnern war insbesondere eine Triebfeder des Projekt-Erfolges“, betont er.
Mehrere Maßnahmen werden zusammen entwickelt
Dabei waren: A. & H. Meyer, Bauvista, Bobe Spedition, CTS Gruppen- und Studienreisen, Kramp & Kramp, der Landesverband Lippe mit dem Schloss Brake, die St. Elisabeth Stiftung mit Haus am Dolzer Teich sowie die Kinder-, Jugend und Familienhilfe und Vogelsteller & Kaufmann. Die Beermann Immobilienverwaltung hat ebenfalls erfolgreich an der diesjährigen Ökoprofit-Runde teilgenommen.
„Mit der Hilfe von einer Bestandsaufnahme, acht Workshops und einer individuellen Beratung ist es den Teilnehmenden gelungen, 62 Einzelmaßnahmen zu entwickeln“, sagte Dr. Ute Röder, zuständige Verwaltungsvorständin des Kreises Lippe. „So wird auf Ökostrom umgestellt, werden E-Autos angeschafft, Fenster saniert oder Photovoltaik-Anlagen errichtet“, nennt sie einige der Maßnahmen exemplarisch. Der überwiegende Teil entfalle auf das Handlungsfeld Energie.
Dank der finanziellen Förderung durch das Land NRW könne das Kreis-Projekt auf mehrere Jahre Beratung zum betrieblichen Umweltschutz zurückblicken. Insgesamt gibt es in Lippe 28 „Ökoprofit“-Betriebe und -Einrichtungen, die mit 103 Maßnahmen zusammen fast vier Millionen Kilowattstunden Energie, knapp 3500 Tonnen CO2, rund 4500 Kubikmeter Wasser und 279 Tonnen Abfall jährlich einsparten.