Kreis Lippe. Das Land NRW ruft – die lippischen Einsatzkräfte stehen bereit: Sieben ehrenamtliche Feuerwehrleute aus dem Kreis Lippe haben sich Montagnachmittag (5. Januar) auf den Weg von Lemgo nach Berlin gemacht. Ihre Mission: Strom in die Hauptstadt liefern. Reul sichert Hilfe zu Nach dem Brandanschlag auf das Energienetz in Berlin und dem flächendeckenden Stromausfall hat das Land Nordrhein-Westfalen praktische Hilfe angeboten. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte der Rheinischen Post: „Wir helfen, wo wir können. Niemand soll in Deutschland bei der Eiseskälte bibbern müssen. Wir schicken Technik und Manpower nach Berlin. Und senden Hilfe dahin, wo Not ist.“ Nach Informationen der Zeitung wollte das Land am Montag (5. Januar) fünf Notstrom-Anhänger mit insgesamt 37 Einsatzkräften nach Berlin schicken. Unter den Einsatzkräften sind nach Auskunft von Sascha Medina Azuaga vom Bevölkerungsschutz des Kreises Lippe auch sieben hiesige Feuerwehrleute - ehrenamtliche Kräfte, die allesamt eine Expertise auf dem Elektrosektor haben und im Umgang mit dem Notstromgenerator geschult und geübt sind. „Ursprünglich sollten wir im Verbund mit einer Einheit aus Herford und weiteren zwei Einheiten aus Münster am Montagabend um 18 Uhr losfahren, dann wurde aber entschieden, dass wir schon am Nachmittag starten“, sagte Medina auf LZ-Anfrage. Landrat Meinolf Haase verabschiedete zusammen mit Sascha Medina die Einsatzkräfte in Lemgo. Rund-um-die-Uhr-Überwachung Die Lipper machten sich mit einem Bulli und einem Lkw plus Anhänger auf den Weg, der das 250 kVA-Notstromaggregat transportiert. Ein solches Gerät sichert den Betrieb von größeren Gebäuden, Baustellen, Industrieanlagen oder medizinischen Einrichtungen bei Stromausfall. Wo das Gerät eingesetzt wird, wusste Medina noch nicht. Die Feuerwehrleute würden den Anhänger in Schichten rund um die Uhr überwachen. Ein 250 kVA Notstromaggregat kann je nach Kraftstofftankgröße, Last und Modell Stunden bis mehrere Tage durchlaufen, aber der Dauerbetrieb erfordert regelmäßige Betankung und Wartung. Geplant ist laut Medina, dass die Ehrenamtlichen zunächst bis Freitag in der Hauptstadt blieben. Der Zeitplan kann sich je nach Lage jedoch noch ändern.