<div>Lage. Lässt sich eine jahrtausendealte Geschichte aus der Bibel jugendgemäß erzählen? Durchaus, das hat das Musical-Projekt „Isaak" bewiesen. Als Chormitglieder, Sänger und Musiker traten 70 Jugendliche vor rund 500 begeisterten Zuschauern auf. Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde hatte zu dem Konzert in der Aula des Gymnasiums eingeladen.</div><div></div><br /><div>Dalia und Mia (beide zwölf Jahre alt) gehörten zu den ausgewählten Teilnehmern des viertägigen Vorbereitungscamps, die aus vielen Teilen Nordrhein-Westfalens kamen. „Als wir am Sonntag zum ersten Mal zusammenkamen, wussten wir noch nicht, welche Rolle wir übernehmen würden", berichteten die beiden Mädchen. Trotz der kurzen Probenphase lernten sie schnell, sangen im 50-köpfigen Chor und wirkten in kleinen Spielszenen mit. </div><div>Pastor Christian Fischer von der Evangelisch-Freikirchlichen Kirchengemeinde zeigte sich davon beeindruckt, was in den wenigen Tagen auf die Beine gestellt worden war. Für die Jugendlichen sei das Musical auch ein Mittel, „um einen Platz auf der Bühne des Lebens zu finden".</div><div></div><br /><div>Die aktuelle Inszenierung erzählte die Geschichte von Abraham, der im Gehorsam zu Gott sogar bereit ist, seinen Sohn Isaak zu opfern. Bei dem Musical wurde der Stoff aus dem Alten Testament in eine ausgesprochen moderne Form gekleidet. Sie reichte von einer spritzigen Choreographie der Tanzgruppe gleich zu Beginn über den Einsatz von Lichttechnik bis zu den Dialogen in Alltagssprache. Den passenden Sound lieferte die siebenköpfige Live-Band, die ebenfalls auf der Bühne zu sehen war.</div><div></div><br /><div>In schneller Folge wechselten sich die Darsteller, der Chor, Gesangssolisten und die Musiker ab. Ein Teil der Handlung wurde als lebensgroßes Schattenspiel gezeigt, anstelle eines Kamels kam ein Fahrrad zum Einsatz. In einer Comedy-Einlage wurden die unterschiedlichen Arten des Lachens vorgeführt. Mehrfach wurde auch das Publikum direkt angesprochen und aufgefordert mitzusingen, mitzulachen oder das Handy einzuschalten, um in dem abgedunkelten Zuschauerraum einen Sternenhimmel zum Leuchten zu bringen. Den Jugendlichen gelang eine einwandfreie Aufführung, bei der sie ihre jeweiligen kreativen Fähigkeiten optimal zum Ausdruck bringen konnten. </div>