Lage-Müssen. Ansteigende Temperaturen und Nieselregen locken sie hervor: Bald werden Kröten, Frösche und Molche wieder ihre Laichgewässer aufsuchen und dafür weite und zum Teil risikoreiche Strecken überwinden.
Damit die Tiere an Straßen unbeschadet bleiben, sind jetzt auch in Lage an den bewährten Stellen wieder Amphibien-Schutzzäune aufgebaut worden. In diesem Jahr sollte ein weiterer Zaun an der Schieregge in Müssen installiert werden. Wie der BUND in einer Mitteilung schreibt, konnten aufgrund von Personalmangel jedoch weder die Stadt Lage noch der Kreis Lippe tätig werden. Deshalb bauten vier Mitglieder des BUND Lage am Wochenende den Amphibienzaun in Müssen auf.
Schwieriges Wetter für den Aufbau
Das Wetter war allerdings ungünstig, kräftige Windböen erschwerten den Umgang mit dem Zaunmaterial. Im Laufe der nächsten Woche werden daher noch Nacharbeiten zu erledigen sein, teilt der BUND weiter mit. Die Eimerböden werden dann mit Materialien wie feuchtem Moos belegt, damit sich die Kröten und Molche bei warmen Temperaturen schützen können. Zwei Stöckchen ermöglichen versehentlich eingefangenen Käfern und Mäusen einen selbstständigen Ausstieg. Zudem wird zum Schutz vor Waschbären ein mit einem kleinen Loch versehener Deckel aufgesetzt.
Schon jetzt habe sich der Einsatz gelohnt, heißt es abschließend. Die ersten Kröten fanden sich bereits in den Eimern und konnten ein Stück näher am sicheren See abgesetzt werden.