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Feierlaune

Jugendliche bauen in Heiden das Dorf der Zukunft

Lage-Heiden. Stolz präsentierte DJ Nils Maho sein neues Mischpult und sorgte mit all seinem Equipment anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Jugendzentrums der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Heiden für einen kurzweiligen Disco-Abend. Ehemalige bereicherten das Fest, die Stadt bekräftigte außerdem ihre Unterstützung, denn die Jugendlichen in Heiden wollen die Geschichte weiterschreiben.

Als Jugendlicher besuchte er das Haus regelmäßig und sammelte dort seine ersten Erfahrungen als DJ. Auch als kleiner Junge organisierte Nils Maho früher schon seine privaten Partys mit Freunden. Nun legt er bei großen Festivals in Lippe auf. Zum Jubiläum setzte DJ Maho jetzt das Jugendzentrum Heiden mit zahlreichen Lichteffekten gekonnt in Szene. Auch Newcomer AJ Brinkmeier durfte am Profi-Mischpult seine Fähigkeiten als DJ testen.

Im Festgottesdienst interviewte Pfarrerin Dr. Annette Müller in einer Talkrunde Gäste aus unterschiedlichen Generationen über ihre Zeit im Jugendzentrum zum Thema Jugendarbeit früher und heute. Zahlreiche Jugendliche waren laut Pressemitteilung an der Gestaltung des Gottesdienstes beteiligt.

Diakonin Ute Schmutzler-Frohwitter überreichte mit Marlon Grittern die frisch designten Team-Hoodies als Zeichen der Würdigung des ehrenamtlichen Engagements der Jugendlichen. „Ohne dieses große Team könnten wir diese Vielfalt an Angeboten für Kinder und Jugendliche in Heiden gar nicht vorhalten“, so die Diakonin.

Bürgermeister Matthias Kalkreuter bedankte sich bei Diakonin Schmutzler-Frohwitter für die langjährige und breit aufgestellte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Ortsteil Heiden. Jüngst hat der Rat der Stadt Lage mehrheitlich die Verlängerung der Leistungsvereinbarung zwischen der Kirchengemeinde Heiden und der Stadt Lage für weitere 5 Jahre beschlossen.

Hermann Eikmeier schildert die Bauphase

Beim anschließenden Empfang im Jugendzentrum konnte die Leiterin rund 70 Gäste begrüßen. Viele verbanden eigene Erinnerungen an die Zeit im Jugendzentrum. So auch Hermann Eikmeier, der als Zeitzeuge davon berichtete, unter welchen Bedingungen er 1964 mit seinen Kollegen das Gebäude errichtet hatte. „Bei hohen Temperaturen haben wir damals Stein auf Stein gesetzt.“, erzählt er. Er freue sich sehr, dass er beim 60-jährigen Jubiläum des Jugendzentrums dabei ist und hat dafür keine Mühe gescheut.

Musikalisch umrahmt wurden die zahlreichen Grußworte von drei Gründungsmitgliedern der ehemaligen Jugendband „Fading Backlights“, die eigens zu einem Revival zusammenkamen.

Viel Lob habe es auch für das Buffet gegeben: Familie Novak-Thormälen verköstigte die Gäste „mit leckerer Suppe und Fingerfood“.

Einen kleinen Einblick in die Arbeit erhielten die Gäste bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten. Bürgermeister Matthias Kalkreuter informierte sich über das Architektur-Projekt „Zukunftsdorf Heiden“, bei dem Jugendliche ein Geländemodell des Dorfes im Miniaturformat bauen und ihre Zukunftsideen einfließen lassen.

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