Lage-Hörste. Erst wird gebaut dann abgerissen: Die Feuerwehr in Hörste bekommt eine neue Heimat und die liegt direkt neben dem alten Standort. Bereits im März hat der Rat dem Kauf des Grundstücks zugestimmt. Es befindet sich zwischen dem jetzigen Standort der Feuerwehr und der Bunten Schule. Im Bau- und Planungsausschuss äußerte sich der Erste Beigeordnete Thorsten Paulussen zu dem Thema. „Wir konnten das Grundstück erwerben und sind jetzt in der Situation, dass wir weiter Planen können“, berichtete der Beigeordnete. Über die besagte Fläche sei schon häufig in Hinblick auf Entwicklungsmöglichkeiten diskutiert worden. „Wir haben immer deutlich gemacht, dass wir über eine für uns vorgesehene Nutzung sprechen“, erläutert Paulussen. Es habe aber immer wieder unterschiedliche Idee für das Areal gegeben. Verschiedene Ideen für das Grundstück Ein Architektenteam wollte die Fläche 2023 zum Beispiel in modularer Holzbauweise und klimafreundlich entwickeln. Angedacht waren Reihenhäuser, die in Gruppen aneinander liegen und ohne Garten drumherum auskommen und stattdessen mit einem kleinen Stückchen Garten auf dem Dach ausgestattet werden sollten. Vorgestellt wurden zwei Varianten: eine mit 22 und eine mit 26 Wohneinheiten. Variable Wohnungsgrößen von 130 bis 150 Quadratmeter Wohnfläche wurden damals in einer Präsentation im Ausschuss vorgestellt. Der Bebauungsplan hätte dafür geändert werden müssen. Und die Fläche ist herausfordernd. Denn von den Feldern hoch zum Sternberg kommt eine Menge Wasser runter. Regnet es, dann ist schnell Land unter. Doch diese Ideen kamen nie zum Tragen. Das Grundstück ging letztlich an die Stadt. Laut Paulussen haben Gespräche mit der Bezirksregierung ergeben, dass auch in unmittelbarer Nähe, nördlich des Feuerwehrhauses, kein grünes Licht für eine weitere Wohnbebauung erteilt werden würde, denn die Fläche ist als Sondergebiet Kur ausgewiesen. Somit sei die sogenannte „Klimasiedlung“ in diesem Bereich vom Tisch und auch für das Feuerwehrhaus komme dadurch nur der jetzt gewählte Standort infrage. Baubeginn noch in diesem Jahr Die Mittel für die neuen Feuerwehrhäuser in Heiden und Hörste sind bereits in den Haushalt eingestellt und betragen insgesamt über vier Millionen Euro. Für beide Standorte könne nun mit den sogenannten Funktionalausschreibungen begonnen werden. „Wir haben erste Gespräche mit der Feuerwehr geführt und würden jetzt versuchen in den Ausschreibungswettbewerb einzusteigen“, so Paulussen weiter. In die konkrete inhaltliche Planung sei man bisher aber nicht eingestiegen. Wichtig sei zunächst, dass die Bezirksregierung Zustimmung zu dem Entwicklungsvorhaben signalisiert hat. Eine Änderung des Bebauungsplans sei für die Errichtung des Feuerwehrgerätehauses nicht notwendig. Fest stehe aber, dass das alte Feuerwehrgerätehaus erst dann abgerissen werde, wenn das neue stehe. „Das war auch der Wunsch der Feuerwehr“, erläutert Paulussen. Ziel sei es auch, möglichst dicht am alten Haus zu bauen. Das erworbene Grundstück ist deutlich größer, als für den Neubau benötigt. „Das ist eine gewisse Erweiterungsfläche“, berichtet der Beigeordnete. So sollen Probleme, wie sie aktuell in Heiden bestehen, vermieden werden. Dort ist es nicht möglich, das Feuerwehrhaus zu erweitern oder in unmittelbarer Nähe neuzubauen. Wenn es nach dem Beigeordneten geht, soll das Projekt zügig in Gang kommen: „Wir wollen noch in diesem Jahr anfangen zu bauen.“