Lage. Ohne einen Förderverein ist vieles nicht möglich. Das gilt auch für die Lagenser Musikschule, die sich seit 44 Jahren auf dessen ideelle und materielle Unterstützung verlassen kann. Man arbeite seither erfolgreich Hand in Hand mit Schulleitung und Lehrkräften, um Bildung und Kultur zu fördern, betonen Vereinsvorsitzender Markus Krüger und Schatzmeister Klaus Landrock im Gespräch mit der LZ. Ein zusätzliches Standbein für die Musikschule An einem Dienstag Ende Januar 1981 gründeten etwa 70 Bürgerinnen und Bürger im „Berliner Eck“ den Förderverein der Musikschule Lage und gaben damit der Schule neben der finanziellen Unterstützung der Stadt ein zusätzliches Standbein. Das „Berliner Eck“ ist in der Zuckerstadt längst Geschichte, der Verein dagegen so lebendig wie eh und je. Auch wenn der Vorstand um Markus Krüger meist „nur“ bei den Veranstaltungen als „Caterer“ öffentlich sichtbar in Erscheinung tritt, wissen alle am Musikschulleben Beteiligte, wie viel ungesehen hinter den Kulissen passiert. „Immer in enger Abstimmung mit der Musikschulleitung organisieren wir eigene Konzertreihen, kaufen neue Instrumente und Noten, fördern musikalische Früherziehung in Kitas und Schulen und übernehmen die Beiträge für Schülerinnen und Schüler aus sozial schwachen Familien“, nennt Schatzmeister Klaus Landrock einige Beispiele. Bei Letzterem stehe man im engen Austausch mit den Lehrkräften. „Die wenden sich an uns, wenn sie Talente erkennen, deren Eltern sich einen Besuch in der Musikschule nicht leisten können“, konkretisiert Markus Krüger. Man könne schon von einem kleinen Business sprechen, so der 58-jährige Wahl-Lagenser, der das Online-Marketing-Unternehmen „Digital Park/neue Medien“ betreibt. In den 1990er-Jahren sei er zusammen mit Dirk Schelpmeier hauptberuflich Musiker gewesen, verrät Krüger. Später habe er in der Big Band der Musikschule viele Jahre die Percussion gespielt. Der erste Kontakt zur Musikschule sei jedoch durch seine drei Kinder entstanden. Langjährige Verbindung zur Musikschule Auch Klaus Landrock hat drei Kinder, die ebenfalls die Musikschule besucht haben. Seine Verbindung reicht allerdings noch etliche Jahre weiter zurück, denn die Bildungseinrichtung gehörte zu seinem umfangreichen Portfolio als Fachbereichsleiter für Bildung, Jugend und Soziales bei der Stadt. Die eigene musikalische Laufbahn sei nicht über die Alt-Flöte hinausgegangen, gibt der 67-Jährige lachend zu. „Leider“, schiebt Klaus Landrock hinterher, der sich vorstellen kann, im Rahmen der Erwachsenenbildung erneut einen Anlauf zu starten. Bis dahin genießen die beiden, die im Vorstand von Sabine Redeker und Heike Wegener unterstützt werden, die Rolle der Zuhörer. „Besonders beeindruckt hat mich zuletzt das Harfenkonzert draußen vor der Musikschule an der großen Platane“, nennt Markus Krüger sein persönliches Highlight. Er liebe genauso das Setting im Foyer und schwärmt von einer einzigartigen, lauschigen, intimen Atmosphäre. Für die traditionelle „Technikum Music Night“ ist diese Location allerdings inzwischen zu klein geworden. „Aufgrund der enormen Nachfrage werden wir in diesem Jahr in die Aula am Schulzentrum Werreanger ausweichen“, freut sich Klaus Landrock schon jetzt auf das Event am 29. November. Neue Events sind in der Planung Der Förderverein hat sich auf die Fahne geschrieben, nicht nur bestehende Events zu pflegen, sondern auch neue zu etablieren. „Im April starten wir mit einer Konzertreihe unter dem Titel Lagenser Song Frühling“, wirbt Markus Krüger. Das Konzept sei gemeinsam mit Schulleiter Stefan Albrecht sowie dem Singer-Songwriter David Lübke entwickelt worden, der die Moderation übernehmen wird. Wie bei allen Aktionen kann der Verein sich stets auf die Hilfe seiner Mitglieder verlassen, wenn es um die Vor- und Nachbereitung von Konzerten sowie um die Verpflegung der Gäste geht. „Wir würden gerne die Vorstandsarbeit auf mehr Schultern verteilen und freuen uns immer über neue Mitglieder und weitere Sponsoren“, rühren Markus Krüger und Klaus Landrock kräftig die Werbetrommel für den Förderverein der Musikschule Lage.