Lemgo-Lieme. Mit rund dreißig Sängerinnen und Sängern rockte der Chor „hautnah VoiceArt“ am Samstagabend den ausverkauften Liemer Krug. Für das musikalischer Lemgoer Gewächs war das Konzert das erste in diesem Jahr und ein Heimspiel, denn in der Liemer Traditionsgaststätte finden auch die wöchentlichen Chorproben statt. Die Mischung aus Pop- und Rocksongs kam nicht nur bei eingefleischten Fans des Chores – der im nächsten Jahr sein 25jähriges Jubiläum feiert – an, sondern auch bei zahlreichen Erst-Zuschauern. Dies ergab eine gleich zu Beginn des Konzertes von Chorleiter Simon Herten initiierte Umfrage. Zuschauer aus der ganzen Region Einer der „Neulinge“ war Zuschauer Dietmar Kolmsee, der mit Freunden extra aus Blomberg zum Konzert nach Lieme angereist war. „Die Musik gefällt mir sehr gut“, befindet Kolmsee. Dass die meisten Stücke in Englisch gesungen wurden, stört ihn überhaupt nicht. Chor und Chorleiter hatten für die Auswahl des Musikprogramms viel Zeit und Mühe aufgewendet. „Wir präsentieren heute fünf neue Stücke, auf die wir uns seit Februar vorbereitet haben“, erklärt Chorleiter Herten, der die aus Bad Salzuflen, Altenbeken, Detmold und dem Lemgoer Umland stammenden Sängerinnen und Sänger seit 2018 musikalisch betreut. Gleich zwei Stücke seines „Lieblings-Arrangeurs“ Oliver Gies aus Hannover wurden ins Programm genommen und begeisterten die Zuhörer. So brachte der Chor den Klassiker „Kein schöner Land“ mit modernem Text in Deutsch und Suaheli auf die Bühne. Auch das Lied „Summer moved on“ von der Popgruppe „Aha“ kam in der Gies-Variation zu Gehör. Außerdem waren Stücke von Queen, Metallica, Peter Fox oder Billy Joel sowie anderen modernen Interpreten zu hören. „Aber wir haben auch ein klassisches Stück von Brahms im Programm“, betont Chorleiter Herten. Keine Nachwuchsprobleme Möglicherweise liegt es gerade am modernen Liedgut, dass „hautnah VoiceArt“ ganz anders als viele andere Chöre keinerlei Nachwuchsprobleme hat. „Wir sind in den Damenstimmen ganz wunderbar aufgestellt. Männerstimmen sind aber immer sehr willkommen“, so Herten. Die Freude an der Präsentation der modernen Pop- und Rocksongs war den Chormitgliedern anzusehen. Die Zuschauer honorierten den Einsatz mit anhaltendem Applaus. Als „Rausschmeißer“ und zum „Runterfahren“ der begeisterten Stimmung hatte sich der Chor etwas Besonderes einfallen lassen: ein Schlaflied. Mit den Klängen von „Lullaby“ verabschiedeten sich die Sänger von ihrem Publikum.