Lemgo. Was ist ein Bahnhof ohne Uhr? Irgendwie unvollständig. Dem Lemgoer Bahnhof fehlt allerdings seit einiger Zeit die Zeitanzeige – zwar nicht auf dem Bahnsteig, aber oben im Giebel des Gebäudes, das zur Kreuzung Paulinenstraße/Lagesche Straße/Engelbert-Kämpfer-Straße weist. Doch das soll sich ändern. Als die Stadt den Bahnhof in den 80er Jahren von der Bahn übernahm und ihn sanierte, kam die Bahnhofsuhr irgendwie abhanden, wie Friedhelm Jasper sagt. Seitdem ist die runde Öffnung in der Fassade nicht mit einer Uhr ausgefüllt. Doch es gab eine Uhr auf dem Vorplatz. Sie war oberhalb eines Gerüsts mit Werbetafeln installiert, das in der Mitte des Platzes stand. Mit der Umgestaltung des Platzes, der seit 2020 „Europaplatz“ heißt, wurde der Schilderbaum im vergangenen Jahr aber entfernt, sagt Jasper, der für die SPD im Verkehrsausschuss sitzt. „Nett, aber nicht zwingend“ Und nun? Für Tanja Schröder, Pressesprecherin der Stadtverwaltung, fällt eine Uhr an dieser Stelle in die Kategorie „nett, aber nicht zwingend“. Jasper verweist darauf, dass die Uhr auch schon aus der Engelbert-Kämpfer-Straße zu sehen sei und außerdem eine Hilfe für diejenigen sei, die in beiden Händen Koffer tragen. Nach Schröders Angaben haben die Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Uhrenfragen bereits auf dem Schirm. Es solle eine Lösung gefunden werden – im Zuge des Umbaus der Kreuzung. Wie berichtet, wird an der Stelle ein Kreisverkehr eingerichtet, zugleich wird die Lagesche Straße saniert. „In dem Zusammenhang wird auch der Platz angepackt, und es wird eine Uhr geben, wenn auch nicht kurzfristig“, berichtet Schröder von den Überlegungen in der Stadtverwaltung. Details nannte Schröder nicht. Mit den Bauarbeiten auf der Lageschen Straße sollte nach den bislang letzten Angaben vor Ostern begonnen werden. Nun heißt es, in den kommenden drei Monaten werde Baustart sein, also bis Ende Juli. Der genaue Termin wird nach Schröders Angaben in den nächsten vier Wochen bekanntgegeben.