Glasfaserausbau sorgt in Leopoldshöhe für Sperrungen

Gunter Held

  1. Schlagwörter:
  2. Glasfaserausbau
Den Anschluss an die schnelle Welt des Internets bekommen jetzt Bürger in Evenhausen und Krentruperhagen.  - © Jan Woitas/DPA
Den Anschluss an die schnelle Welt des Internets bekommen jetzt Bürger in Evenhausen und Krentruperhagen.  (© Jan Woitas/DPA)

Leopoldshöhe. Der Glasfaserausbau in der Kommune schreitet voran. Das wird ab Montag, 8. Juni, auch verkehrstechnisch spürbar. In Evenhausen wird die Straße Evenhausen bis Donnerstag, 11. Juni, gesperrt.

Das hat auch Auswirkungen auf den Busverkehr. Die Linien 349, 351, 388, 931, 960 und N-13 können die Haltestelle an der Straße nicht anfahren. Eine Ersatzhaltestelle wird an der Hauptstraße eingerichtet. Ähnlich sieht es in Krentruperhagen aus. Ebenfalls vom 8. bis 11. Juni wird die Roonstraße gesperrt. Betroffen ist die Linie 959, die die Haltestellen Roonstraße und Alte Schule nicht anfahren können. Ersatzhaltestellen werden an der Schötmarsche Straße und an der Straße Krentruperhagen eingerichtet.

Gewerbekunden bekommen Glasfaser-Direktanschlüsse

Somit hat die beauftragte Firma Sewikom aus Beverungen die Ausbauarbeiten in Greste zunächst abgeschlossen. Begonnen wurde in den Gewerbegebieten, jetzt werden parallel dazu auch die Wohngebiete mit ans Glasfasernetz angeschlossen. Dennoch gibt es einen Unterschied, wie Bürgermeister Gerhard Schemmel deutlich macht. „In den Gewerbegebieten werden die Gebäude direkt an das Glasfasernetz angeschlossen. In Wohngebieten wird das Glasfaserkabel bis zum Verteiler gelegt. Von dort geht es dann per Kupferkabel weiter zu den einzelnen Häusern.“ Doch auch wenn diese „letzte Meile“ aus Kupfer sei, würden die Geschwindigkeiten für Up- und Download zwischen 50 und 100 Mbit liegen, sagt Schemmel.

Die Versorgung der Wohngebiete geht nicht zuletzt auf eine Bürgerbeteiligung in Greste zurück. Dort war irrtümlich angenommen worden, dass die Privathaushalte schon schnelles Internet hätten. Beim Ausbau beteiligten sich die Bürger auch finanziell. Für die Finanzierung des Ausbaus wurden auch Bundes- und Landesmittel verwendet. So muss Leopoldshöhe für den Ausbau der Ortsteile 184.000 Euro zahlen, was zehn Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro ausmacht. Der Bund beteiligt sich mit 90 Prozent. Bei den Gewerbegebieten beteiligt sich Leopoldshöhe mit 238.000 Euro. Das sind 20 Prozent der Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro. 80 Prozent übernimmt das Land. „Der Ausbau soll nach Aussagen der Sewikom bis zum Herbst abgeschlossen sein“, sagt Schemmel.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2020
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.