Missbrauchsskandal Lügde: Mysteriöser Einbruchversuch bei Verdächtigem

Silke Buhrmester

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Tatort: Hier soll der tausendfache Missbrauch geschehen sein. - © Bernhard Preuss
Tatort: Hier soll der tausendfache Missbrauch geschehen sein. (© Bernhard Preuss)

Lügde. Der Fall des tausendfachen Missbrauchs von Kindern in Lügde wird immer mysteriöser. Am Montag wurde bekannt, dass es einen Einbruchversuch in den Keller des verdächtigen Steinheimers Mario S. (34) gegeben haben soll. Die Polizei Bielefeld hat inzwischen bestätigt, dass dieser Einbruchsversuch bei der Polizei Höxter angezeigt wurde.

S., der zusammen mit dem Hauptverdächtigen Andreas V. etliche Kinder auf dem Campingplatz schwer sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben soll, war seit 2016 Dauercamper. Er lebte mit seinen Eltern überwiegend in einem Mehrfamilienhaus. Am 11. Januar wurde er verhaftet. Ermittler durchsuchten seinen Campingwagen und die Wohnung in Steinheim. Etliche Datenträger und Computer, darunter auch Altgeräte aus dem Keller, wurden beschlagnahmt.

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Tür ließ sich nicht mehr öffnen

Am 3. Februar, gut drei Wochen nach der Festnahme des Sohnes, bemerkte die Mutter (68), dass die schwere Metalltür zu ihrem Kellerraum stark beschädigt worden war. Hier hatten die meisten Computer zuvor gelagert. Sie alarmierte eigenen Angaben zufolge die Polizei in Höxter. Die Kripo habe den Einbruchversuch vor Ort aufgenommen und Fußabdrücke gesichert. Die Tür sei so deformiert, dass sie nicht mehr zu öffnen sei. In dem Raum lagere vor allem Werkzeug.

Bislang ist laut Polizei kein Zusammenhang zu den Ermittlungen "Eichwald" erkennbar.

 

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