Missbrauch auf Campingplatz: Abrissarbeiten auf Parzelle von Mario S.

Dirk-Ulrich Brüggemann

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Die Parzelle von Mario S. wird dem Erdboden gleich gemacht. - © Bernhard Preuß
Die Parzelle von Mario S. wird dem Erdboden gleich gemacht. (© Bernhard Preuß)

Lügde. Jetzt hat auch der Abriss der Behausung des zweiten Beschuldigten im Missbrauchsfall von Lügde auf dem Campingplatz "Eichwald" in Elbrinxen begonnen. Am Gründonnerstag begannen die Arbeiten mit Einverständnis der Angehörigen von Mario S.. Anders als beim Abriss der Parzelle des Hauptverdächtigen sind uniformierte Polizeibeamte bei den Abrissarbeiten anwesend, teilte die Polizei Bielefeld am Morgen mit.

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Die Polizei sei bei dem Abriss aus gefahrenabwehrenden Gründen vor Ort, um Gegenstände aus dem Besitz des 33-jährigen Mannes aus Steinheim im Kreis Höxter nicht in falsche Hände geraten zu lassen. Ziel sei es, den Abriss mit schwerem Gerät an diesem Tag noch abzuschließen.

Die Anwesenheit der Polizei bei den Abrissarbeiten steht laut Mitteilung nicht in Zusammenhang mit dem Missbrauchsverfahren, da es sich bei der Parzelle des zweiten Beschuldigten seit der zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei abgestimmten Freigabe am 27. März nicht mehr um einen Einsatzort der Strafverfolgungsbehörden handele, betonte die Polizei.

Abrissunternehmer findet weitere Datenträger

In den Tagen zuvor die Parzelle von Andreas V., dem mehr als tausendfacher Kindesmissbrauch vorgeworfen wird, abgerissen worden. Zuvor hatte die Polizei die Holzverschläge und Wohnungen durchsucht. Bei den Abrissarbeiten waren in versteckten Stellen im Boden weitere CDs mit Daten gefunden worden, die der Abrissunternehmer der Polizei übergeben hatte.

Auf dem Campingplatz sollen über viele Jahre lang mehr als 40 Kinder von mittlerweile acht Beschuldigten missbraucht worden sein.

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