Weniger mähen für die Artenvielfalt

Jost Wolf

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Gärtner der Bauhöfe Bad Pyrmont und Lügde informieren sich auf dem Holzhäuser Friedhof. - © Michael Mäkler
Gärtner der Bauhöfe Bad Pyrmont und Lügde informieren sich auf dem Holzhäuser Friedhof. (© Michael Mäkler)

Lügde/Bad Pyrmont. Über Artenvielfalt und wie sie sich schützen lässt, haben sich Mitarbeiter der Bauhöfe Lügde und Bad Pyrmont in einem gemeinsamen Workshop informiert. Es referierte der Insektenexperten Klaus Kuttig auf dem städtischen Bad Pyrmonter Friedhof im Ortsteil Holzhausen.

Dort befinden sich neben gut gepflegten Bereichen in Randlagen und auf freien Wiesenstücken naturbelassene Flächen, die nur ein bis zwei Mal im Jahr gemäht werden. "Es zeigte sich bei dem Rundgang mit Klaus Kuttig, wie unterschiedlich sich die Flächen je nach Lage und Bodenverhältnissen entwickeln", schreiben die beiden Städte in einer Pressemitteilung.

Vielfalt sei sehr wichtig, habe Kuttig betont, da gerade viele Insekten verschiedene Lebensräume für Ernährung, Vermehrung und Überwinterung benötigten. "Mehr als 37 Wildbienenarten, zum Teil seltene, konnten bislang von ihm entdeckt werden." Innerhalb der vergangenen drei Jahre, seit Umstellung des Pflegekonzeptes, seien erheblich positive Auswirkungen auf Flora und Fauna festzustellen. Das inselartige Stehenlassen von Blühbereichen überbrücke das Nahrungsangebot für viele Tiere.

Schilder mit Erläuterungen steigern Akzeptanz
Hans-Joachim Böhnke von der Stadt Bad Pyrmont konnte berichten, dass nach anfänglichen Beschwerden nun die Mehrheit der Friedhofsbesucher die Gestaltung des Friedhofs positiv beurteilten. Hilfreich seien auch Hinweisschilder des Bündnisses für Artenvielfalt sowie Erläuterungen zu den Gründen der Maßnahmen. Der Lügder Bürgermeister Torben Blome betonte die Wichtigkeit des fachlichen Austausches. Die Reihe der gemeinsamen Fortbildungen soll fortgesetzt werden.

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