Oerlinghausen. Die Idee, für seine Heimatstadt einen Kalender zu machen, hatte Patrick Piecha bereits vor drei Jahren. Doch sein Job beim Bielefelder Stadtmarketing und sein Engagement als Vorsitzender des Vereins Kultur.Kirche und im Marketingverein der Stadt Oerlinghausen ließen ihm dazu keine Zeit.
Dann kam Corona. „Wegen der Pandemie sind alle kulturellen Veranstaltungen abgesagt worden, es herrschte Kurzarbeit“, erzählt Piecha. Auf einmal hatte er Zeit. Die nutzte er, um für Oerlinghausens Instagram-Auftritt, den er für den Marketingverein betreut und die geplante Überarbeitung der Homepage, Fotos zu machen.
Als er sich dann auch noch ein E-Bike anschaffte – „Ich bin nicht so der Wanderer“ – stand den Fototouren nichts mehr im Wege. Die Fotos machte er allein oder bei Wochenendtouren mit seinem Mann. „Und mit dem E-Bike ist es auch nur noch halb so schlimm, mal um 4.30 Uhr aufzustehen, und in die Wistinghauser Senne und das Naturschutzgroßprojekt zu fahren“, sagt er. 800 Fotos hat er an diesem einen Morgen aufgenommen. Zwei hat er letztlich ausgewählt: Das Titelblatt des Kalenders, auf dem ein Hochlandrind in die Kamera schaut und den Segelflieger, der über die noch taufeuchte Wiese gleitet.
Als gebürtiger Oerlinghauser kennt Piecha die schönsten Standpunkte für gute, stimmungsvolle Fotos. So werden auch die Tweten atmosphärisch dicht präsentiert.
Aufgenommen hat Patrick Piecha die Bilder mit einer Bridgekamera. Das ist ein Zwischending zwischen Spiegelreflex- und Kompaktkamera. Natürlich hat er die Fotos am Rechner bearbeitet – „aber nur vorsichtig. Ich wollte die Stimmungen nicht verfremden“, sagt er.
Erhältlich ist der Kalender für 17,90 Euro bei Stil Arten, und der Blumenmanufaktur, beide an der Hauptstraße, außerdem beim Bergstadtgarten auf dem Rathausplatz und dem Lesegarten in Helpup an der Bahnhofstraße. Auch drei Postkarten mit Kalendermotiven gibt es.